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Schleswig-Holstein Zwei US-Zerstörer jetzt in der Ostsee
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06:50 21.01.2019
Von Frank Behling
Der US-Zerstörer "Porter" passierte am Sonntag den Großen Belt (Foto). Quelle: US Navy
Kiel

Der Zerstörer „Gravely“ ist dabei als Flaggschiff des Nato-Einsatzverbandes SNMG1. Teil dieses Verbandes ist seit einer Woche auch der Kieler Marinetanker „Spessart“.  Befehligt wird dieser Nato-Verband seit dem 14. Januar vom US-Konteradmiral Edward Cashman.

Am Sonntag folgte der „Garvely“ und "Spessart" dann überraschend auch der Zerstörer „Porter“ durch den Großen Belt und vorbei an Fehmarn in die Ostsee. Das Schiff befindet sich nach Mitteilung des Hauptquartiers der 6. US-Flotte in Neapel auf einer Routinepatrouille im Rahmen der nationalen Sicherheitsinteressen der USA. Der gleiche Grund wird auch für den Zerstörer „Donald Cook“ angegeben, der am Sonnabend bereits die türkischen Meerengen passierte und jetzt im Schwarzen Meer kreuzt.  

Schiffe sind Teil des US-Raketenabwehrprogramms

Die „Porter“ und die „Donald Cook“ gehören zu einem in Rota (Spanien) stationierten US-Verband, der Teil des US-Raketenabwehrprogramms „Ballistic Missile Defence“ ist.  Dabei handelt es sich um ein System mit besonders weitreichenden Waffensystemen, die etwaige Mittel- und Langstreckenraketen erfassen und abwehren soll. Dafür sind diese Schiffe mit weitreichenden Flugkörpern ausgerüstet.

Für die „Donald Cook“ ist es die achte derartige Mission seit der Stationierung in Rota im Februar 2014. Für die seit April 2014 in Rota beheimatete „Porter“ ist es die sechste Patrouille. Die 154 Meter langen und rund 8400 Tonnen verdrängenden Schiffe sind mit jeweils 98 Startanlagen für Flugkörper unterschiedlicher Typen ausgestattet.

Wie die russische Marine auf diese Präsenz reagiert, ist noch unklar. Traditionell beginnt die russische Marine im Januar ebenfalls mit Manövern auf der Ostsee.

Deutsche Marine auch mit Schiffen aktiv

In der Ostsee operiert derzeit auch ein deutscher Marineverband. Die Fregatten „Bayern“ und „Hessen“ sowie die Korvette „Ludwigshafen am Rhein“ waren am Wochenende in Riga. Es handelt sich aber um eine nationale Geschwaderausbildung der deutschen Marine.   

Aus dem Marinehafen Kiel wird außerdem am Montag das Minenjagdboot „Dillingen“ auslaufen und sich einem zweiten Nato-Verband anschließen, der unter dänischer Führung ebenfalls in der Ostsee operiert und zur Minenjagd eingesetzt wird.

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