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Wirtschaft Hoher Verlust: FSG in Schwierigkeiten
Nachrichten Wirtschaft Hoher Verlust: FSG in Schwierigkeiten
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12:37 25.06.2019
Von Frank Behling
Die Flensburger-Schiffbau-Gesellschaft steckt weiter in einer Krise. Die Ablieferung der LNG-Fähre "Honfleur" wurde von Juni 2019 auf Anfang 2020 verschoben. Quelle: Frank Behling
Flensburg

Die Flensburger Werft ist durch den Bau der Fähre "W.B. Yeats" 2018 in finanzielle Schwierigkeiten geraten. Ein Teil der knapp 700 Mitarbeiter befindet sich bereits seit Mai in Kurzarbeit. Grund war der Stopp der Fertigung des Neubaus Nummer 781 für die Reederei Siem.

Weiter hohe Verluste bei der FSG

Die Frachtfähre sollte eigentlich Mitte April auf Kiel gelegt werden und die Lücke bis zum geplanten Baubeginn der zweiten Jumbo-Fähre für Irish Ferries Ende Juni schließen.

Durch die hohen Verluste beim Bau der "W.B. Yeats" für Irland ist die Werft 2018 in Liquiditätsschwierigkeiten geraten. Die bisherige Muttergesellschaft Siem Industries hat bei der FSG für 2018 einen Verlust von 111 Millionen Euro verbucht.

Schwierigkeiten beim Bau der nächsten Fähre

Inzwischen musste auch die Ablieferung der französischen Fähre "Honfleur" auf das nächste Jahr verschoben werden. Das Schiff ist die erste in Flensburg gebaute Passagier- und Autofähre mit einem LNG-Antrieb.

Die "Honfleur" sollte eigentlich am 9. Juli 2019 zur Sommersaison auf der Route Portsmouth-Caen im Englischen Kanal zum Einsatz kommen. Die Reederei Brittany Ferries hat inzwischen  alle Buchungen auf die Fähre "Normandy" getauscht.

Fertigung weiterer Fähren unklar

Die 187 Meter lange Fähre war 2017 zu einem Marktpreis von rund 170 Millionen Euro in Flensburg bestellt worden. Diese Summe hätte die Reederei aber nur bei Ablieferung bis zum 9. Juli gezahlt.

In diesen Tagen sollte in Flensburg eigentlich der Neubau 777 auf Kiel gelegt werden. Diese Fähre war im Januar 2018 von Irish Ferries bei FSG bestellt worden. Mit 226 Metern Länge und einer Breite von 32,2 Metern wäre es das größte je in Flensburg gebaute Schiff.

Ob dieses Schiff aber gebaut wird, ist abhängig von der Finanzierung, wie es im Siem-Geschüftsbericht steht. Das gilt auch für zwei Fähren für Australien.  Sollte die Bauzeitfinanzierung für die drei Schiffe platzen, hat die Werft keine weiteren Aufträge mehr.

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