Menü
Kieler Nachrichten | Ihre Zeitung aus Kiel
Wirtschaft "Aidanova" bekommt erste LNG-Ladung
Nachrichten Wirtschaft "Aidanova" bekommt erste LNG-Ladung
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
23:00 16.10.2018
Von Frank Behling
Der neue LNG-Tanker „Cardissa“ wird am Mittwoch die "Aidanova" in Eemshaven mit LNG versorgen. Es ist die erste Versorgung eines großen Kreuzfahrtschiffes mit LNG.  Quelle: Frank Behling
Eemshaven

Bei der Emsüberführung der "Aidanova" und der ersten Probefahrt des 337 Meter langen Flaggschiffs der Rostocker Reederei Aida Cruises mussten die Ingenieure bislang noch mit Dieselkraftstoff betreiben. Das ändert sich nun jedoch. Die Reederei Shell hat am Dienstag aus Rotterdam den Tanker "Cardissa" auf die Reise nach Eemshaven geschickt.

Am Mittwochmorgen soll der 119 Meter lange Tanker an der "Aidanova" festmachen. Dabei sollen die Abläufe und das Befüllen der Tanks mit LNG geprobt werden.

Spezialtanks für LNG auf Schiffen

Die "Aidanova" verfügt über drei Spezialtanks für den auf 162 Grad Minus gekühlten Treibstoff. In den Tanks können rund 3500 Kubikmeter LNG aufgenommen werden.

Die 2017 in Korea gebaute "Cardissa" ist einer von mehreren Spezialtankern für die Belieferung von anderen Schiffen mit LNG. In den Tanks der "Cardissa" passen etwa 6500 Kubikmeter LNG.

Eine LNG-Füllung soll zwei Wochen reichen

Mit einer Tankfüllung soll das neue Flaggschiff der Reederei Aida Cruises, die "Aidanova", bis zu zwei Wochen fahren. Zusätzlich verfügt das Schiff aber auch über Tanks für Marine-Diesel, damit das Schiff auch dann sicher fahren kann, wenn kein LNG zur Verfügung steht.

In Deutschland wurden bislang nur kleinere Schiffe aus Lastwagen mit LNG betankt, das zuvor aus Rotterdam über die Autobahn zu den Schiffen gebracht wurde.

Eine Betankung von Schiff zu Schiff ist in deutschen Häfen bislang untersagt. "Wir haben dafür in Deutschland keine Genehmigung", sagt Peter Hackmann von der Meyer Werft. Das Schiff muss demnach im Ausland mit LNG betankt werden.

Mehr zum Treibstoff LNG für Schiffe

LNG als Treibstoff gilt in der Seefahrt als Hoffnungsträger, da bei der Verbrennung der Ausstoß von Schwefeldioxid, Stickoxid und Feinstaub drastisch gesenkt wird. Lesen Sie hierzu auch: Dicke Schiffe, dicke Luft? Die Seefahrt und ihre Abgase

Kommentare 0 Nutzungsbedingungen
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 22:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Volkswagen-Chef Herbert Diess sieht große Gefahren auf die deutsche Autoindustrie zukommen. Der Politik warf er einen „Feldzug gegen die individuelle Mobilität“ vor.

16.10.2018

Damit in Belgien die Lichter nicht ausgehen, hat Bundeswirtschaftsminister Altmaier der Regierung Hilfe versprochen. Weil im Nachbarland derzeit nur einer von sieben Atomreaktoren in Betrieb ist, könnte bald der Strom knapp werden.

16.10.2018

Insgesamt haben die Deutschen 2017 weniger Fehltage im Job gesammelt. Doch in manchen Berufen melden sich die Angestellten besonders oft krank.

16.10.2018