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Wirtschaft Euro-Scheine, Post-Porto und Diesel-Fahrverbot: Das ändert sich 2019 für Verbraucher
Nachrichten Wirtschaft Euro-Scheine, Post-Porto und Diesel-Fahrverbot: Das ändert sich 2019 für Verbraucher
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16:06 05.01.2019
Bei Pfand, Online-Banking und Geldnoten gibt es ab 2019 Neuerungen zu beachten. Quelle: dpa/Imago
Hannover

Das Jahr 2019 bringt für die Verbraucher in Deutschland wieder etliche Veränderungen. So muss beim Einkauf im Supermarkt öfter Pfand bezahlt werden. Und beim Onlinebanking gelten demnächst auch neue Regeln. Ein Überblick:

Deutsche Post erhöht Porto für Pakete bis fünf Kilogramm

Die Deutsche Post erhöht zum 1. Januar das Porto für Pakete bis fünf Kilogramm, die Privatkunden in einer Filiale frankieren lassen. Der Preis steige um 50 Cent auf 7,49 Euro, teilte DHL Paket am Freitag mit.

Online frankierte Pakete bis fünf Kilo kosteten auch weiterhin 5,99 Euro. Auch alle anderen Preise blieben unverändert. Die letzte Preiserhöhung für Fünf-Kilo-Pakete habe es 2014 gegeben.

Auch für Geschäftskunden erhöht DHL das Paketporto zum Jahresbeginn. Die individuell vereinbarten Konditionen stiegen stärker als in den Vorjahren, hatte die Deutsche Post bereits im September mitgeteilt. Grund seien die deutlich gestiegenen Transport- und Personalkosten.

Pfand auf mehr Getränkeflaschen – neues Verpackungsgesetz

Waren bislang etwa Frucht- und Gemüse-Nektare mit Kohlensäure in Einwegverpackungen von der Pfandpflicht ausgenommen, so wird ab Januar auch dafür ein Pfand von 25 Cent fällig – auf Mischgetränke mit einem Molkeanteil von mindestens 50 Prozent ebenso. Auch für Vanillemilch und einige Energydrinks gelte ab Januar ein Pfand. Weiterhin kein Pfand wird auf Säfte und Wein fällig. Zum Jahreswechsel müssen Einzelhändler laut Verpackungsgesetz zudem mit deutlich sichtbaren Hinweisschildern darüber informieren, ob die angebotenen Getränke in Einweg- oder Mehrwegverpackungen abgefüllt sind. Das soll mehr Verbraucher veranlassen, zu den ökologisch vorteilhaften Mehrwegverpackungen zu greifen.

Diesel-Fahrverbote in deutschen Städten

Viele Besitzer von Diesel-Fahrzeugen dürften mit einiger Unruhe ins neue Jahr starten. Bislang gibt es Fahrverbote nur auf zwei Straßenabschnitten in Hamburg. Doch 2019 drohen in zahlreichen weiteren Städten Fahrverbote für Selbstzünder. Betroffen sein dürften nach einer Auflistung des ADAC unter anderem Berlin, Bonn, Essen, Köln und Stuttgart.

Onlinebanking schafft iTAN-Listen ab

Vor dem Aus stehen im neuen Jahr die sogenannten iTAN-Listen. Die per Post verschickten Papierlisten mit durchnummerierten TANs dürfen demzufolge ab dem 14. September 2019 nicht mehr zur Autorisierung von Überweisungsaufträgen oder anderen Bankgeschäften verwendet werden. Sie erfüllen die Sicherheitsanforderungen der Zweiten Europäischen Zahlungsdienste-Richtlinie nicht mehr.

Günstiger telefonieren im neuen Jahr

Anrufe aus dem heimischen Netz ins EU-Ausland sollen 2019 günstiger werden. Das EU-Parlament hat bereits im November neue Regeln verabschiedet, wonach Gespräche aus dem eigenen Land in einen anderen EU-Staat nur noch maximal 19 Cent pro Minute kosten dürfen – egal, ob sie vom Handy oder Festnetztelefon aus geführt werden. Die Kosten pro SMS werden bei höchstens 6 Cent gedeckelt. Formal muss zwar noch der Rat der EU zustimmen, doch dies gilt als Formsache. Die neuen Preisobergrenzen könnten bereits im Mai 2019 in Kraft treten.

Neue Euro-Scheine für mehr Fälschungssicherheit

Ab dem 28. Mai werden sich die Verbraucher in Europa auch wieder an neue Geldnoten gewöhnen müssen. Dann gibt die Europäische Zentralbank (EZB) die neuen 100- und 200-Euro-Scheine heraus. Diese sind mit neuen Sicherheitsmerkmalen ausgestattet, die eine Fälschung erschweren sollen. Außerdem haben die neuen Scheine einen praktischen Vorteil, wie den Experten der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen aufgefallen ist: „Sie sind kleiner als ihre Vorgänger – und passen somit wieder besser ins Portemonnaie.“ Die alten 100er- und 200er-Scheine bleiben aber gültig.

Mehr Zeit für die Steuererklärung ab 2019

Arbeitnehmer haben künftig zwei Monate mehr Zeit für ihre Steuererklärung. Wer eine abgeben muss und diese für das Jahr 2018 selbst macht, kann sich bis zum 31. Juli Zeit lassen. Bisher war der Stichtag Ende Mai. Stellt ein Steuerberater oder ein Lohnsteuerhilfeverein alles für das Finanzamt zusammen, müssen die Unterlagen sogar erst bis zum 29. Februar 2020 eingereicht werden. Was sich sonst noch für Steuerzahler 2019 ändert, haben wir hier für Sie zusammengefasst.

Jobtickets werden steuerfrei

Die vergünstigten Fahrkarten für Arbeitnehmer sind künftig steuerfrei. Das heißt, Beschäftigte müssen die Kostenersparnis nicht mehr versteuern. Ziel ist es, so den öffentliche Nahverkehr zu stärken. Allerdings werden die steuerfreien Leistungen auf die Entfernungspauschale angerechnet.

Von Erich Reimann

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