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Wirtschaft Aida setzt auch auf kleine Schiffe
Nachrichten Wirtschaft Aida setzt auch auf kleine Schiffe
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21:31 25.05.2018
Von Frank Behling
Die neue "Aidamira" wurde 1999 in Frankreich als "Mistral" gebaut. Unter diesem Namen war sie auch öfters in Kiel zu sehen. Quelle: Frank Behling
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Kiel

In den vergangenen Monaten gehörten die Schlagzeilen bei Deutschlands größter Kreuzfahrtreederei den drei Schiffen der "Helios"-Klasse. Am 31. August wird mit der "Aidanova" das erste Schiff dieser neuer Giganten bei der Meyer Werft getauft. 337 Länge und 6600 Passagiere sollen an Bord zur See fahren. Ein gigantischer Neubau mit einer Vielzahl an Angeboten.

Aida will aber auch wieder kleinere Schiffe. Nach dem Koloss folgt deshalb mit dem 14. Neuzugang eine kleine Überraschung. Im September 2019 kommt ein Schiff, dass nicht einmal halb so groß wie die "Aidanova" ist. Die 216 Meter lange "Aidamira" ist nur für bis zu 1700 Passagiere ausgelegt.  „Das Wachstum erstreckt sich auf alle Bereiche der Kreuzfahrt. Deshalb haben wir uns entschieden, unser erst im vergangenen Jahr gestartetes Angebot Aida Selection weiter auszubauen“, sagte Felix Eichhorn, Präsident von Aida Cruises, am Freitag in Hamburg.

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Im Februar 2017 hatte Aida dieses Selection-Programm mit den kleinen Schiffen "Aidacara", "Aidavita" und "Aidaaura" eingeführt. "Es ist uns damit gelungen neue Zielgruppen zu erreichen und an Bord zu holen", sagt Eichhorn. Dabei geht es um Zielgruppen, die meist zu zweit oder auch allein reisen, über 50 sind und Wert auf Urlaub in exotischen Regionen legen. 

Wachstum im Spezial-Segment

Um das Wachstum in diesem Segment jetzt schnell voran zubringen, hat sich Aida bei der italienischen Schwesterreederei Costa bedient. "Auf einen Neubau müssten wir mehrere Jahre warten. Dieses Schiff passt gut zu uns und ist schnell zu haben", erklärt Eichhorn. Das 1999 für die Reederei Festival (Italien) gebaute Schiff fährt derzeit als "Costa NeoRiviera" für Costa im Mittelmeer.

 „Das Programm von Aida Selection ist sehr gut angenommen worden. Deshalb freuen wir uns darauf, ab 2019 auch Südafrika mit der neuen ,Aidamira’ anbieten zu können“, sagt Michael Stendebach, zuständig für die Produktentwicklung bei Aida. Südafrika war bislang noch ein weißer Fleck in den Aida-Routenplänen.

Die „Aidamira“ wurde 1999 in Frankreich als „Mistral“ gebaut und fuhr zunächst als "Mistral" für Festival Cruises (Italien). Unter diesem Namen war sie auch öfters in Kiel. Heute fährt sie für Costa Crociere unter dem Namen "Costa NeoRiviera" im Mittelmeer und an der indischen Küste.

Die Reederei Costa rüstet parallel auch auf. Das Unternehmen bekommt in den kommenden drei Jahren vier Neubauten von Werften in Finnland und Italien. Damit stockt die Reederei ihre Kapazitäten um 43 Prozent auf. Die vier Neubauten haben jeweils Kapazitäten für 4900 bis 6600 Passagiere.