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11:50 01.04.2019
Dieselfahrverbote, Gurken ohne Plastik und Mindestlohn: Das ändert sich im April Quelle: dpa/Montage
Hannover

Im April 2019 erwarten uns einige Änderungen. Nicht zuletzt steht der jährliche Reifenwechsel an. Doch auch mit den richtigen Reifen werden ab dem 1. April für einige Dieselautos neue Fahrverbote eingeführt.

Aldi will künftig der Verschmutzung durch Plastikmüll entgegenwirken, der Mindestlohn für Zeitarbeiter und die Beamtenbesoldung werden erhöht und die deutsche Industrie blickt auf die Hannover Messe. Im Folgenden finden Sie die wichtigsten Änderungen im April 2019.

Aldi verzichtet bei Gurken auf Plastikfolie

Der Discounter Aldi verzichtet künftig auf Plastikfolien bei Salatgurken. Mit dem Verzicht der Plastikverpackung sollen Tonnen von Plastikmüll verhindert werden. Laut Aldi leidet die Qualität der Gurken nicht bei Transport und Lagerung, wenn auf die Plastikfolie verzichtet wird.

Weiterhin will die Supermarktkette ein neues System von Mehrweg-Taschen an der Obst- und Gemüsetheke einsetzen.

Mehr dazu lesen Sie hier:
Aldi verzichtet ab April auf Plastikfolien bei Salatgurken

Änderungen im April 2019: Mindestlohn für Zeitarbeiter und Leiharbeiter

Der Mindestlohn für Zeitarbeiter in Westdeutschland wird ab dem 1. April branchenspezifisch erhöht. Für Leiharbeiter wird dieser dann von 9,49 Euro auf 9,79 Euro pro Stunde erhöht.

Ein Großteil des Mindestlohns wurde bereits zum 1. Januar beziehungsweise ab 1. März erhöht.

Sold-Erhöhungen für Beamte

Beamte und Bezieher von Sold beim Bund bekommen ab 1. April 3,09 Prozent mehr Gehalt. Grundlage dafür ist das Bundesbesoldungs- und –versorgungsanpassungsgesetz (BBVAnpG).

Das Gesetz sieht insgesamt drei Erhöhungen in den Jahren 2018, 2019 und 2020 vor. 2018 betrug die Steigerung 2,99 Prozent, im kommenden Jahr werden die Gehälter schließlich noch einmal um 1,06 Prozent erhöht.

Weitere Neuerung im April 2019: Diesel-Fahrverbot in Köln, Bonn und Stuttgart

Das Diesel-Fahrverbot nimmt weiter seinen Lauf: Mehrere Verwaltungsgerichte haben entschieden, dass ab dem 1. April die Klassen Euro 1-4 in Köln, Bonn und Stuttgart verboten sind. In Köln und Bonn gilt das Fahrverbot auch für Benziner: In Köln werden Benziner der Klassen 1 und 2 verboten und in Bonn gilt das Fahrverbot für die Klassen 1-3.

In Bonn betrifft das Fahrverbot nur einzelne Straßenzüge. In Köln und Stuttgart gilt es hingegen für die gesamte Umweltzone rund um die Innenstadt, sowie die Stadtteile östlich des Rheins.

In Stuttgart gilt das Diesel-Fahrverbot nicht mehr nur für auswärtige, sondern ab April für alle Autofahrer. Ab September 2019 ist dann schließlich auch ein Fahrverbot für Euro-5-Diesel Fahrzeuge vorgesehen.

Hannover Messe stellt Neuerungen in der Industrie vor

Auf der Hannover Messe in der Woche vom 1. bis 5. April werden Innovationen der Industriebranche vorgestellt. Von 5G über Industrie 4.0 bis hin zu künstlicher Intelligenz sind viele Themen dabei, die für Technik-Fans von großem Interesse sein dürften. Das Partnerland der Hannover Messe 2019 ist Schweden.

Eine Liste mit allen Ausstellern finden Sie hier.

Änderungen im April 2019: Reifenwechsel von Winter- auf Sommerreifen

Weniger überraschend steht uns im April wieder einmal der Reifenwechsel auf Sommerreifen bevor. Als Faustregel kann man sich merken: Von O bis O, also von Oktober bis Ostern. So lange sollten Autofahrer mit Winterreifen fahren. Die Eselsbrücke ist jedoch lediglich eine gedankliche Unterstützung und keine gesetzliche Regelung.

Eine generelle Winterreifenpflicht gibt es in Deutschland nicht. Aber: Bei winterlichen Verhältnissen mit Eis oder Schnee ist es nicht erlaubt mit Sommerreifen zu fahren.

Wer trotzdem mit Sommerreifen auf Deutschlands verschneiten oder gar vereisten Straßen unterwegs ist, dem drohen Bußgelder ab 60 Euro und ein Punkt in Flensburg. Auch wer sein Auto nicht selber fährt, haftet: Dem Fahrzeughalter drohen 80 Euro Bußgeld und ebenfalls ein Punkt in Flensburg, selbst wenn er sein Auto mit Sommerreifen zur Fahrt in winterlichen Verhältnissen nur verleiht.

Wer sein Auto mit Sommerreifen während winterlicher Bedingungen nur parkt, hat laut ADAC keine Strafen zu befürchten.

Von RND/tr

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