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Nachrichten Wirtschaft Weniger Arbeitslose als noch im Juli
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10:33 29.08.2019
"Das Ende der Sommerferien und der Beginn des Ausbildungsjahres wirken sich positiv auf den Arbeitsmarkt aus", sagte die Chefin der Regionaldirektion, Margit Haupt-Koopmann.
"Das Ende der Sommerferien und der Beginn des Ausbildungsjahres wirken sich positiv auf den Arbeitsmarkt aus", sagte die Chefin der Regionaldirektion, Margit Haupt-Koopmann. Quelle: Sonja Wurtscheid/dpa
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Die Arbeitslosigkeit ist im August in Schleswig-Holstein zurückgegangen. Erstmals seit 27 Jahren waren in einem August im Norden weniger als 80.000 Menschen ohne festen Job. Laut Arbeitsagentur waren 79.300 Menschen arbeitslos gemeldet und damit 1100 oder 1,3 Prozent weniger als noch im Juli. Im Vergleich zum August 2018 waren 5600 oder 6,6 Prozent weniger Menschen arbeitslos gemeldet. Die Arbeitslosenquote beträgt nun 5,0 Prozent, nach 5,1 Prozent im Juli und 5,4 Prozent vor einem Jahr.

"Das Ende der Sommerferien und der Beginn des Ausbildungsjahres wirken sich positiv auf den Arbeitsmarkt aus", sagte die Chefin der Regionaldirektion, Margit Haupt-Koopmann, am Donnerstag zu der jüngsten Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt. Unternehmen hätten über die Ferien aufgeschobene Einstellungen von Personal nun vorgenommen.

Nachfrage nach Arbeitskräften weiter auf hohem Niveau

Nach Angaben der Arbeitsagentur hat sich die Nachfrage nach Arbeitskräften seit Anfang 2019 im Vorjahresvergleich zwar verringert, bewegt sich aber weiter auf hohem Niveau. In den ersten acht Monaten des Jahres wurden den Arbeitsagenturen und Jobcentern im Land 45 300 sozialversicherungspflichtige Jobs gemeldet. Das waren 2000 weniger als im Vorjahresvergleich. "Speziell im Bereich der unternehmensnahen Dienstleistungen, im Handel, der Gesundheitswirtschaft sowie im Bau- und Gastgewerbe werden Mitarbeiter gesucht", sagte Haupt-Koopmann.

Für Arbeitsminister Bernd Buchholz zeigt die jüngste Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt, dass die wirtschaftliche Entwicklung immer noch robust ist. "Für zusätzliche Investitionen durch Konjunkturprogramme fehlen angesichts der vollen Auftragsbücher der Unternehmen die Fachkräfte, um diese tatsächlich umsetzen zu können", sagte der FDP-Politiker. Dass eine konjunkturelle Phase des Aufschwungs irgendwann ende, sei jedoch normal.

Niedrigste Arbeitslosenquote weiter in Stormarn

Als erfreulich bezeichnete Buchholz den anhaltenden Trend bei den sozialversicherungspflichtig Beschäftigten. Deren Zahl habe im Vergleich zum Vorjahresmonat um 1,6 Prozent zulegt. Dies gelte auch für die Zahl der Beschäftigten aus nichteuropäischen Asylherkunftsländern, die ebenfalls steige und zeige, dass der hiesige Arbeitsmarkt weiter aufnahmefähig sei.

Die niedrigste Arbeitslosenquote unter den Kreisen hat weiterhin Stormarn mit 3,1 Prozent, die höchste Dithmarschen mit 5,3 Prozent. Bei den kreisfreien Städten schwankt die Quote zwischen 7,3 Prozent in Lübeck und 8,3 Prozent in Flensburg.

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Von RND/dpa