Menü
Kieler Nachrichten | Ihre Zeitung aus Kiel
Wirtschaft Kunden bedauern Ende der Marke
Nachrichten Wirtschaft Kunden bedauern Ende der Marke
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
14:26 09.05.2017
Von Ulrich Metschies
Auch dieser Sky-Markt am Knooper Weg in Kiel wird spätestens 2018 Rewe heißen. Quelle: Frank Peter
Kiel

Der langjährige Coop-Manager möchte anonym bleiben. Doch dass er traurig ist über das geplante Aus der Supermarkt-Marke Sky, daraus macht der Einzelhandelsprofi keinen Hehl: „Betriebswirtschaftlich kann ich das verstehen. Aber natürlich blutet einem das Herz.“

Die Pläne des mächtigen Coop-Partners Rewe stößt auf ein breites Echo, der Bericht „Alle Sky-Märkte sollen Rewe heißen“ war bis Donnerstagmittag der meistgeklickte Artikel auf KN-online. Zwar gibt es Nutzer, die die Umflaggung als „folgerichtigen Schritt“ bezeichnen, nachdem Rewe 2016 der – zum damaligen Zeitpunkt – hochverschuldeten Kieler Konsumgenossenschaft Coop die Mehrheit am gesamten operativen Geschäft einschließlich zweier Logistikzentren abgekauft hatte. Doch die meisten Kommentare fallen kritisch aus. So schreibt User „Ellerbeker“: „Und wieder entsteht ein deutschlandweiter Einheitsbrei.“

Ob es so schlimm kommt, ist keineswegs ausgemacht. Denn ein Konzept für die Sky-Beerdigung und wie es danach konkret weitergehen soll, gibt es noch nicht. Wie werden sich die bisherigen und die neuen Rewe-Läden unterscheiden? Also die, die dem Kölner Handelsriesen direkt gehören, und die 163, die dem Rewe-Coop-Gemeinschaftsunternehmen Supermärkte Nord Vertriebs GmbH mit Sitz in Kiel gehören. Woran sollen die rund 80000 Coop-Mitglieder erkennen, ob sie in einem „Sky-Rewe“ einkaufen oder in einem „Rewe-Rewe“? Oder gelten die Vorteilsprogramme für sie auch in den bisherigen Rewe-Läden? Wird es neben der Rewe-Marke „Ja!“, die heute schon bei Sky zu haben ist, künftig weitere Schnittmengen im Sortiment geben? Viele Fragen, doch Antworten gibt es bislang nicht.

Das Bundeskartellamt hat mit der Umbenennung keine Probleme. „Gefühlt mag die Auswahlmöglichkeit kleiner werden, kartellrechtlich ist das aber nicht relevant“ sagt ein Sprecher. Schließlich ändere sich ja nichts an den Eigentumsverhältnissen der Märkte.

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 22:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Kontogebühren bei Bausparkassen waren Verbraucherschützern ein Dorn im Auge. Nun hat der Bundesgerichtshof die zusätzliche Einnahmequelle, die besonders in Niedrigzinszeiten Hochkonjunktur hat, in der Darlehensphase gekippt.

09.05.2017

Die deutsche Exportstärke ist manchem Handelspartner ein Dorn im Auge. Die jüngsten Zahlen dürften die Kritiker bestärken. Es ist der erfolgreichste Monat, den deutsche Exporteure jemals hatten. Allerdings muss auch Europas größte Volkswirtschaft mit Gegenwind kämpfen.

09.05.2017

Das erste Quartal macht der Commerzbank Hoffnung: Die Zahlen sind besser als erwartet. Konzernchef Zielke macht aber keinen Hehl daraus, dass der Umbau noch lange nicht beendet ist. Binnen eines Jahres wurden bereits radikal Stellen gestrichen.

09.05.2017