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Wirtschaft Das harte Geschäft mit den HSH-Altlasten
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10:58 06.01.2019
Steuern auf schwarze Zahlen zu: Ulrike Helfer und Karl-Hermann Witte, Vorstandsmitglieder der HSH Portfoliomanagement AöR Quelle: Ulf Dahl
Kiel

Es stehe aber noch nicht fest, ob ein insgesamt positives Jahresergebnis gelinge, sagt Ulrike Helfer, Vorstand der HSH Portfoliomanagement (PM). Dies hänge wesentlich davon ab, ob und wie hoch eine weitere Risikovorsorge für das Kreditportfolio notwendig sei. „Die Zahlen werden zur Aufstellung des Jahresabschlusses und nach Genehmigung durch den Wirtschaftsprüfer vorliegen“, so Helfer. Damit sei im Frühjahr zu rechnen.

PM hatte Milliarden an Schrottkrediten übernommen

Die PM, eine Anstalt des öffentlichen Rechts (AöR), hatte am 1. Juli 2016 faule Schiffskredite der HSH Nordbank im Nominalwert von 4,1 Milliarden Euro übernommen und dafür 2,4 Milliarden Euro bezahlt. Erst durch diesen Schritt wurde der inzwischen erfolgte Verkauf der Bank möglich. Die HSH Nordbank wird Hamburg und Schleswig-Holstein nach Angaben von Schleswig-Holsteins Finanzministerin Monika Heinold (Grüne) am Ende je Land 5,5 bis 7,0 Milliarden Euro kosten.

Kommentar von Ulrich Metschies zur HSH Bad Bank: Erfolgreich, aber die Kredite drücken

Riesige Verluste sind bereits angefallen

Im Gründungsjahr 2016 verbuchte die PM noch einen Verlust von 505 Millionen Euro – vor allem wegen hoher Risikovorsorgen fürs Kreditgeschäft. 2017 machte die Anstalt 44,4 Millionen Euro Verlust. Die Summe war deutlich niedriger, weil nur noch zwei Millionen Euro Risikovorsorge nötig waren – statt 470 Millionen Euro in 2016.

Von 253 Schiffen sind noch 177 da

Ursprünglich standen 253 Schiffe als Sicherheit. 2016 konnten zwei Schiffe verwertet werden, 2017 weitere 37 Schiffe und bis Ende September 2018 ebenfalls 37 Schiffe. Zum Ende des dritten Quartals 2018 befanden sich noch 177 Schiffe im Portfolio der PM. „Dieser Abbau ist ein sehr erfreuliches Ergebnis der geleisteten Arbeit im Geschäftsjahr“, sagt Helfer. „Es war nicht zu erwarten, dass wir es in so kurzer Zeit schaffen würden, so umfangreich abzubauen.“

Von dpa

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