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Wirtschaft Landwirte fordern Millionen-Hilfe
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08:06 17.05.2018
Von Jan von Schmidt-Phiseldeck
Weil immer mehr neue Baugebiete im Norden entstehen, nimmt auch die Flächenversiegelung zu. Quelle: Sven Tietgen
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Kiel

Was Spaziergänger und Wasservögel über Monate erfreute, ist für Landwirte ein teures Ärgernis: überflutete Ackerflächen aufgrund von Dauerregen. Bis zu 25 Prozent konnten in manchen Landesteilen nicht bestellt werden und liegen nun teilweise bis zum Spätsommer brach. Aus Sicht des Bauernverbandes stelle dies aber "ein gesamtgesellschaftliches Problem" dar, sagt Lucht.

Versiegelung von Flächen durch Baugebiete ist ein Problem

Aufgrund der zunehmenden Flächenversiegelung zum Beispiel durch Baugebiete seien die bewährten "und jährlich von uns inspizierten" Drainagesysteme auf den Äckern nicht mehr in der Lage, zusätzliche Wassermassen aufzunehmen. Deshalb müsse "sehr viel Geld" aufgebracht werden, damit die von den Landwirten organisierten Wasser- und Bodenverbände in moderne Entwässerungssysteme investieren könnten. Das Landwirtschaftsministerium müsse zusätzlich für die Wasserverbände 7,5 Millionen Euro bereitstellen, fordert Lucht.

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Ministerium verweist auf hohe Landeszuschüsse

Ministeriumssprecherin Jana Ohlhoff verweist auf Anfrage auf bereits bestehende jährliche Landeszuschüsse für Arbeiten der Gewässer- und Deichunterhaltung sowie für den Schöpfwerkbetrieb in Höhe von fünf Millionen Euro. Dieser Zuschuss sei bereits im Frühjahr um weitere 700.000 Euro erhöht worden.