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Wirtschaft Neue Hoffnung für die Büchsenmacher
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08:01 07.05.2018
Von Jan von Schmidt-Phiseldeck
Eckernförde

Der monatelange Protest der etwa 20 gewerblichen Büchsenmacher in Schleswig-Holstein scheint gewirkt zu haben: Die erst zum Jahresende von der Eichdirektion Nord geschlossene Beschussstelle in Eckernförde in den Räumlichkeiten des Waffenherstellers Sig Sauer könnte bereits im Sommer wieder geöffnet werden. Die dazu notwendigen Modernisierungsarbeiten seien nahezu abgeschlossen, teilt Sig-Sauer-Geschäftsführer Tim Castagne auf Anfrage mit: „Ich rechne eigentlich schon mit einer Entscheidung der Eichdirektion in den kommenden Wochen.“

Der Sportwaffenhersteller ist, wie berichtet, derzeit das einzige Unternehmen, dass die Anlage für die vom Gesetzgeber vorgeschriebene Haltbarkeitsprüfung nutzen darf. Jährlich werden dort etwa 30000 Lang- und Kurzwaffen für den Sportbereich technisch überprüft. Mit „etlichen zehntausend Euro“ habe das Eckernförder Unternehmen nun die Beschussräume im Keller auf den neuesten Stand gebracht, unter anderem durch den Einbau einer Belüftungsanlage. Ein Schießraum sei dabei für den „Fremdbeschuss“ vorgesehen, also für Waffen der Büchsenmacher aus Schleswig-Holstein.

Der "Beschuss" in Eckernförde soll weitergehen

Zumindest grün-gelbes Licht gibt es aus dem Wirtschaftsministerium. Man müsse zwar „noch einige Hürden nehmen“, sagt Staatssekretär Thilo Rohlfs: „Unser Ziel ist es aber, den Beschuss in Eckernförde aufrecht zu halten, wir sind in guten Gesprächen.“ Als „zwingend notwendig“ bezeichnet Büchsenmacher Uwe Janz aus Bad Malente, die Beschussstelle wieder für alle zu öffnen.

Derzeit müssten er und seine Berufskollegen ihre Waffen in den fünf Beschussämtern in Suhl, Ulm, Köln, Mellrichstadt oder München beschießen und siegeln lassen – „statt eines schleswig-holsteinischen Nesselblattes prangt auf meinen Luxuswaffen nun der bayerische Geier, das ist sehr schade“.

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