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Wirtschaft Habeck lernt Digitalisierung kennen
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20:48 26.07.2017
Von Niklas Wieczorek
Erster Kontakt: Minister Robert Habeck trifft in seinem neuen Fachbereich Digitalisierung auch auf Roboter. Quelle: Frank Peter
Kiel

Dass sich hier alle duzen, lernt Habeck schnell – und stellt sich offenherzig vor: "Ich bin Robert und auf eine Art auch gerade Chef eines Start-ups geworden." Seit dem Regierungswechsel ist der Grüne neben Energiewende, Umwelt und Landwirtschaft auch für Digitalisierung zuständig. Wie er den Bereich aber politisch gestalten will, versucht Habeck auf seiner Sommertour zu durchdenken: Nach dem Besuch eines Rechenzentrums passt dazu die Vorstellung in Kiels Gründerszene, der Starterkitchen.

Habeck stellt philosophische Fragen

Habeck fragt die Macher der Starterkitchen: "Ist Digitalisierung also gut, weil sie humane Kreativität freisetzt?" Mit gesunder Skepsis geht der einstige Philosophie-Student das Thema an. Im großen Frühstückssaal lauscht Habeck zunächst gespannt in die Runde: Peer Richelsen von Snapp.ai fragt Habeck, ob die Regierung nicht anonymisierte Daten herausgeben könnte, mit denen Entwickler Programme schreiben könnten – und nur noch echte Daten einwechseln müssten.

Habeck erläutert, dass jeder digitale Schritt des Staates abgesichert sein müsse. Sicherheitsfehler dürften nicht passieren. Wie er sein Start-up, also den Themenbereich Digitalisierung im Ministerium, aufstelle, habe außerdem noch "ungewissen Ausgang". Er fordert jeden Jungunternehmer zur Kontaktaufnahme auf: "Wenn euch was einfällt, versucht uns das unterzujubeln." Seine Aufgabe sieht er darin, die Verwaltung gezielt "Teil dieses Aufwinds" werden zu lassen – nicht aber ohne dabei die Moderation in der Gesellschaft zu vergessen. Wie wäre es zum Beispiel mit einer gemeinsamen Veranstaltung "Kritik der digitalen Vernunft"?, fragt er offen in die Starterkitchen – ganz der Philosoph.

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