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Wirtschaft Stunde der Wahrheit für HSH-Mitarbeiter
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11:14 11.12.2018
Von Ulrich Metschies
Foto: Die HSH Nordbank ist mittlerweile die Hamburg Commercial Bank.
Die HSH Nordbank ist mittlerweile die Hamburg Commercial Bank. Quelle: Ulf Dahl (Bildmontage)
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Kiel

Die frühere HSH Nordbank, die ab Februar Hamburg Commercial Bank heißt, informiert derzeit in der Halle 400 ihre 670 Mitarbeiter am Standort Kiel über die weitere Entwicklung der ehemaligen Landesbank von Hamburg und Schleswig-Holstein. 

Für Unruhe in der Belegschaft sorgten zuletzt Berichte, wonach die Zahl der Mitarbeiter an beiden Standorten von derzeit rund 1600 auf deutlich unter 1000 sinken könnte. Aktuell gibt es in Kiel noch 670 Beschäftigte. Befürchtet wird ein Abschmelzen auf weniger als die Hälfte.

Bei der Betriebsversammlung sind auch konkrete Aussagen über den weiteren Personalabbau in der Bank zu erwarten, nachdem sich am Montag der Aufsichtsrat der Bank konstituiert und erste Beschlüsse gefasst hat.

HSH Nordbank baut massiv Stellen in Kiel ab

Das Ergebnis der Betriebsversammlung der HSH Nordbank: Es werden nur 200 Stellen in Kiel bleiben (aktuelle Informationen hier).

Privatisierung der HSH Nordbank: Standort in Kiel fällt weg

Bankchef Stefan Ermisch hatte schon in der letzten Phase der erfolgreichen Privatisierung grundlegende Änderungen in der Struktur der Bank und "deutlich schlankere Strukturen" angekündigt. Der zweite Hauptsitz in Kiel fällt weg; dort wird die Hamburg Commercial Bank künftig aber noch Verwaltungsaufgaben und IT erledigen. An dem Standort sollen künftig noch 200 bis 600 von bislang 700 Arbeitsplätzen erhalten bleiben.

Lesen Sie auch das Multimedia-Dossier: HSH Nordbank - das Ende einer Staatsbank

Zuletzt hatte die Bank noch 1700 Beschäftigte, umgerechnet auf Vollzeit-Stellen. Nun wird voraussichtlich eine Hierarchieebene gestrichen und auch die Abbaubank, in der die schlechten Risiken und auslaufenden Geschäfte gebündelt waren, wird aufgelöst. Damit fallen viele Aufgaben weg, so dass etliche Mitarbeiter nicht mehr gebraucht werden.

HSH Nordbank war eine Fusion zweier Landesbanken

Die HSH Nordbank war 2003 aus der Fusion der Landesbanken von Hamburg und Schleswig-Holstein hervorgegangen und hatte in ihrer kurzen Geschichte mit einer Vielzahl von Krisen und Skandalen zu kämpfen.

Nachdem die Bank zwei Mal von den Ländern Hamburg und Schleswig-Holstein vor der Insolvenz gerettet wurde, musste sie auf Anweisung der EU-Kommission verkauft oder abgewickelt werden. Für eine Milliarde Euro übernahmen US-Invesmentfonds unter der Führung von Cerberus und Christopher Flowers die Bank.

KN-online informiert Sie hier aktuell über die Ergebnisse der Betriebsversammlung.

Laura Treffenfeld 11.12.2018
Frank Behling 11.12.2018