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Wirtschaft Elbfährlinie stellt Insolvenzantrag
Nachrichten Wirtschaft Elbfährlinie stellt Insolvenzantrag
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14:23 27.11.2017
Geschäftsführer Bernd Bässmann erwartet, dass die 49 Elb-Link-Mitarbeiter noch bis Weihnachten ihren Job verlieren werden. Quelle: Axel Heimken
Cuxhaven/Brunsbüttel

Die Elbfährlinie zwischen Cuxhaven und Brunsbüttel steht vor dem Aus. Die Betreiber stellten am Montag einen Insolvenzantrag am Amtsgericht Cuxhaven. Der Geschäftsführer der Elb-Link Fährgesellschaft, Bernd Bässmann, erwartet, dass die 49 Mitarbeiter noch bis Weihnachten ihren Job verlieren werden. „Der Antrag wird jetzt geprüft“, sagte Amtsgerichtsdirektor Andreas Frank. Wann der zuständige Richter über die Eröffnung des vorläufigen Insolvenzverfahrens entscheide, sei noch unklar.

Grund für die finanziellen Probleme sind Forderungen der Schiffseigner nach einer Charterrate pro Tag, die nach Ansicht der Fährgesellschaft viel zu hoch ist. Im Oktober hatten die Betreiber den Fährverkehr zwischen Niedersachsen und Schleswig-Holstein eingestellt. Ein Darlehen der Kreise und Gemeinden sollte die Fährleute über den Winter retten. Er habe ursprünglich geplant, die Mitarbeiter bis zum März in Kurzarbeit zu schicken, teilte Bässmann mit. Doch die öffentliche Hand habe ihm eine Absage erteilt.

Bereits die Vorgängergesellschaft, die Elb-Link-Reederei, war in die Insolvenz gegangen. Sie hatte die Strecke mit zwei Schiffen bedient. Im Mai dieses Jahres war die Fährverbindung dann mit nur einem Schiff wieder gestartet. Dadurch habe sich die Auslastung deutlich verbessert, sagte Bässmann. Seit Mai habe die Fähre rund 180 000 Fahrgäste und 58 000 Autos befördert.

Fährverbindungen zwischen Brunsbüttel und Cuxhaven gab es schon mehrfach. Von 1999 bis 2001 pendelte die Elbe-Ferry zwischen den Hafenstädten. Ihre Schiffe waren jedoch zu alt für einen verlässlichen und rentablen Betrieb. Auch die Elb-Link-Reederei hatte mit einer Wiederbelebung der Verbindung nach 15 Jahren kein Glück.

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