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Wirtschaft „Dash“ soll zum neuen Bitcoin werden
Nachrichten Wirtschaft „Dash“ soll zum neuen Bitcoin werden
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18:56 19.09.2018
Dash (Digital Cash) soll in Konkurrenz zum prominenten Bitcoin treten.  Quelle: Jens Kalaene/dpa
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Kiel

Zu Besuch in der Fraunhoferstraße war die „Dash-Roadshow“: Der Geschäftsführer von Dash Embassy (Sitz in Lübeck), Jan Heinrich Meyer und seine Kollegen touren bis Ende des Jahres durch Deutschland, Österreich und die Schweiz, um Laien digitale Währungen verständlicher zu machen – und um natürlich für Dash zu werben.

Mehr Glücksspiel als Geldanlage

Nach Auffassung der Cybergeld-Experten sollen Dash und Bitcoin langfristig zu echten Alternativen zum herkömmlichen Geld werden. Was auf der Veranstaltung nicht so deutlich wurde: Wer in digitale Währungen investieren möchte, sollte sich das genau überlegen. Sie sind mehr Glücksspiel als Geldanlage. Jederzeit besteht die Gefahr, das gesamte investierte Geld zu verlieren. Denn niemand kann sagen, wie lange der Hype um digitale Währungen anhält.

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Dash als Verbesserung des Bitcoins

Doch der primäre Gedanke bei der Einführung von Dash sei nicht gewesen, für die Finanzmärkte ein neues Spekulationsobjekt zu erfinden, sagt Meyer. Vielmehr sollten Menschen ohne Zugang zu Banken die Möglichkeit haben, überall digital zu bezahlen. Wie der Bitcoin folgt Dash dem „Open-Source“-Konzept: Jeder kann der Community beitreten. Meyer betrachtet Dash als eine Weiterentwicklung des herkömmlichen Bitcoins: Das Cybergeld könne achtmal mehr Zahlungen verarbeiten. In Venezuela wird Dash inzwischen von mehr als 700 Händlern als Zahlungsmethode akzeptiert, unter Anderem von der Restaurantkette Subway. 

Was sind Blockchains?

Ziel der Cybergeld-Verfechter: Überall dort, wo Strom und Internet verfügbar sind, soll mit Bitcoins und anderen Digitalwährungen bezahlt werden können. Zahlungen werden mithilfe von Blockchains abgewickelt. Hierbei handelt es sich um Datenbanken, die man sich wie digitale Kassenbücher vorstellen kann. Bei jeder Transaktion werden neue Positionen in die Datenbanken eingefügt, die dann auf der ganzen Welt eingesehen werden können.  Auf die Frage aus dem Publikum, was denn mit Bitcoin passiere, falls der Euro zusammenbricht, entgegnet Köse, dass so eine Entwicklung Kryptowährungen helfen würde: „Dann kann man endlich mit seinen Bitcoins einkaufen gehen.“

Von Lukas Erbrich