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Nachrichten Wirtschaft DPD nimmt neues Paketzentrum in Betrieb
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15:05 03.06.2019
Von Frank Behling
Einweihung des neun Paketsortierzentrums der DPD in Melsdorf. Bei der Ansiedlung des Zentrums haben die Landeshauptstadt Kiel und die Gemeinde Melsdorf eng zusammengearbeitet. Quelle: Frank Behling
Kiel

Der Onlinehandel boomt und die Zahl der täglich auf die Reise geschickten Pakete steigt ebenfalls unaufhörlich. Damit im Großraum Kiel Pakete noch schneller an ihr Ziel gelangen, baut der Paketdienstleister DPD seine Kapazitäten aus.

Am Montag wurde im Gewerbegebiet Rotenhof in Melsdorf bei Kiel das neue Verteilzentrum in Betrieb genommen. Nach nur einem Jahr Bauzeit wurde für 23 Millionen Euro auf einem 42000 Quadratmeter großen Grundstück eines der modernsten DPD-Zentren Deutschlands eingeweiht.

300 Mitarbeiter bis Ende nächsten Jahres

300 Mitarbeiter sollen bis Ende nächsten Jahres dort arbeiten und bis zu 40000 Pakete pro Tag abfertigen. Dafür wurde neben Förderanlagen und Lagerplätzen auch eine Vielzahl von Scan- und Datenerfassungssysteme installiert. 

Der Standort Kiel ersetzt das bisherige DPD-Zentrum in Schleswig. Die dort derzeit beschäftigten 100 Mitarbeiter sollen im September nach Melsdorf kommen. Durch die Wahl des Standorts sollen Fahrwege reduziert werden, da ein Großteil der Lieferungen für Kiel ist.

Bei der Ansiedlung des Zentrums haben die Landeshauptstadt Kiel und die Gemeinde Melsdorf eng zusammengearbeitet. „Die gute Nachbarschaft ist enorm wichtig. Sie wird hier gepflegt und gelebt“, sagte Jörn Genoux Leiter des Wirtschaftsreferat bei der Einweihung. Melsdorf stellvertretender Bürgermeister Manfred Berke lobte die Ansiedlung. „Damit bleibt die Kaufkraft hier bei uns in der Region“, so Berke.

Sieben Jahre Standortsuche

Für die DPD lobte Thomas Ohnhaus aus dem Vorstand die schnelle Umsetzung. „So genau wünschen wir uns das“, so Ohnhaus. Zuvor hatte der Konzern sieben Jahre nach einem Standort im Land gesucht. Der Bau des neuen Zentrums hat danach weniger als ein Jahr gedauert. 

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In Melsdorf bietet das Gewerbegebiet alles, was ein Logistik-Unternehmen braucht. Bahnhof in Sichtweite, direkte Zufahrt zur Autobahn und viel Platz für Lastwagen. „Wir haben viele Fahrzeuge auf der Straße, die die Pakete ausliefern“, so Ohnhaus.

Der Konzern liefert pro Jahr 375 Millionen Pakete in Deutschland aus. Damit ist es der zweitgrößte Dienstleister für Lieferungen. Diese Branche wird vom Wachstum im Online-Handel beflügelt. „Wir haben das beim Black Friday gesehen. Da wurden erstmals an einem Tag zwei Millionen Pakete gezählt“, sagt Ohnhaus.

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