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Wirtschaft Darlehen für Holstenhalle
Nachrichten Wirtschaft Darlehen für Holstenhalle
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00:17 10.08.2013
Von Sabine Nitschke
Dirk Iwersen (rechts) erläutert Minister Andreas Breitner die Hallenmodernisierung. Unter anderem sind die Stahllichtbänder im Dach mit schwerem Sicherheitsglas durch Alubänder mit leichterem Glas ausgetauscht worden. Effekt: Die Lichtfülle hat deutlich zugenommen. Quelle: Leng
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Neumünster

5 Millionen davon fließen in dieses 21 Millionen Euro schwere Projekt; mit 4,4 Millionen hilft das Land (jedenfalls per Darlehen) der Stadt, den Bau der neuen Feuerwehr- und Rettungsdienstwache im Gefahrenabwehrzentrum (GAZ) in der ehemaligen Hindenburg-Kaserne zu schultern. Die Mittel fließen aus dem Kommunalen Investitionsfonds. „488 Millionen aus dem Steueraufkommen stecken in diesem bei der Investitionsbank angelegtem Topf, aus dessen Gewinnen wir in jedem Jahr 60 Millionen ausgeben. In diesem Jahr fließt also ein erheblicher Anteil nach Neumünster“, konstatierte Breitner.

Uwe Döring, Aufsichtsratsvorsitzender der Hallenbetriebe GmbH, konnte sich ein Grinsen nicht verkneifen und gab zu, dass er als Staatsminister der Finanzen einst versucht war, diesen Fördertopf aufzulösen. Im Übrigen freute er sich, dass sich die bereits 2005 angedachte Hallensanierung zeitlich verzögerte: „Auf diese Weise haben wir eine Niedrigzinsphase erwischt.“ Offiziell hieß er gut, dass das Land sich mit dieser Förderung eindeutig zum Messestandort Neumünster bekennt: „Mit der Nordbau als größter Baumesse Nordeuropas sind wir auch für das Land ein Aushängeschild.“

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Kämmerer Oliver Dörflinger bestätigte, dass das Darlehen mit einer Laufzeit von 20 Jahren und einer derzeitigen jährlichen Verzinsung von 1,85 Prozent sich für Neumünster durchaus rechne. Dirk Iwersen, Geschäftsführer der Hallenbetriebe, zeigte sich optimistisch, dass das Unterfangen im Kostenrahmen bleiben wird, und hofft, dass die „neue Holstenhalle“ noch mehr Veranstaltungen nach Neumünster zieht.

Zum Modernisierungspaket gehören gedämmte Isolierung, Umstellung von Gas auf Fernwärme und der Neubau eines 1100 Quadratmeter großen Foyers auf dem bisherigen Abreiteplatz, der von hier aus alle Hallen „besser bespielbar“ machen werde. Übrigens war dieses Projekt parteipolitisch nie umstritten.