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Wirtschaft Keine Gänsebratenspitze beim Strombverbrauch erkennbar
Nachrichten Wirtschaft Keine Gänsebratenspitze beim Strombverbrauch erkennbar
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20:30 06.01.2020
Von Jördis Merle Früchtenicht
Trotz Braten im Ofen und feierlicher Beleuchtung in der Adventszeit, wie hier auf dem Kieler Weihnachtsmarkt, ist der Stromverbrauch über die Feiertage in Deutschland nicht gestiegen, sondern gesunken. Quelle: Ulf Dahl
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Kiel/Berlin

Bei den Stadtwerken in Kiel unterscheide sich der Stromverbrauch zu Weihnachten nicht von anderen Feiertagen. In den 1950er und 1960er Jahren habe man vor den Essenszeiten noch einen Anstieg des Stromverbrauchs feststellen können. „Heute feiern die Menschen individueller“, so Stadtwerke-Sprecher Sönke Schuster. Es werde nicht mehr zu bestimmten Zeiten gekocht, daher gebe es etwa um 12 Uhr keine Ausschläge im Stromverbrauch, da nicht mehr alle zu ähnlichen Zeiten kochen würden.

Stromverbrauch ist an den Feiertagen geringer geworden

Tatsächlich ist der Stromverbrauch in Deutschland an den Feiertagen sogar zurückgegangen und zu Jahresbeginn wieder gestiegen. Wie aus Daten der Denkfabrik Agora Energiewende hervorgeht, ließ der Stromverbrauch an Weihnachten und zwischen den Jahren spürbar nach – mit einem Tiefststand von 43,4 Gigawatt, die am Neujahrsmorgen zwischen 6.00 und 7.00 Uhr in Deutschland verbraucht wurden. Im neuen Jahr stieg der Wert bereits wieder auf bis zu 69,6 Gigawatt am Freitagmittag an.

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„Wir sehen bei uns, dass der Verbrauch zu den Feiertagen etwas später ansteigt, weil die Menschen länger liegen bleiben“, so Schuster. Außerdem falle der Verbrauch großer Firmen weg, das würden die Privathaushalte nicht ausgleichen. „Die Industrie drosselt ihren Verbrauch stark“, bestätigt auch Agora-Sprecher Christoph Podewils. In Industrie und Gewerbe sowie im Handel werde um den Jahreswechsel herum deutlich weniger Strom verbraucht. Auch öffentliche Gebäude, die geschlossen haben, schlagen dann in der Gesamtstatistik kaum zu Buche.

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Die Vermutung, dass Privatkunden zwischen den Jahren wegen der Feierlichkeiten besonders viel Strom verbrauchen, lässt sich laut Agora Energiewende nicht belegen. Auch bei den Stadtwerken in Kiel sieht man das so: „Selbst die Beleuchtung gibt keinen Ausschlag, Lichterketten sind viel stromsparender geworden“, erklärt Schuster.

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Im Winter wird mehr Strom verbraucht

Auch ohne Spitze zu Weihnachten ist der Stromverbrauch im Winter höher als im Sommer. „Das liegt aber an der Witterung. Im Winter ist man viel drinnen, im Sommer viel draußen“, so Schuster. Beim Wasserverbrauch hingegen sei es umgekehrt: Der sei in der warmen Jahreszeit höher als in der kalten.

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