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Wirtschaft IHK sendet digitale Wunschliste ans Land
Nachrichten Wirtschaft IHK sendet digitale Wunschliste ans Land
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09:00 06.07.2018
Von Anne Holbach
Kompetenzen für das digitale Zeitalter, dafür muss schon in der Schule der Grundstein gelegt werden, glaubt die Industrie- und Handelskammer zu Kiel. Schüler sollten nicht nur auf die Arbeit mit Tablet und Co. vorbereitet werden, sondern auch lernen, wie sie sich im Netz vertrauenswürdige Informationen beschaffen können. Quelle: Patrick Seeger
Kiel

In einem Positionspapier hat die IHK ihre Wünsche zusammengefasst. „Digitalisierung ist Chefsache“, sagt Vater. Was für Unternehmen gelte, müsse auch in der Landesregierung gelebt werden. Deswegen fordert die IHK einen regelmäßigen Digitalisierungsreport von Ministerpräsident Daniel Günther (CDU), in dem er die Wirtschaft über den aktuellen Entwicklungsstand informiert.

Konkret fordert die Kammer die Regierung dazu auf, den Ausbau des Glasfasernetzes zügig voranzutreiben. Zwar sei das Land beim Breitbandausbau im Vergleich zu anderen Bundesländern schon weit, „aber da müssen wir dranbleiben“, so Vater. Wichtig sei dabei auch die Priorisierung von Gewerbegebieten.

Mehr Digitalisierung an Schulen

Um bei der Digitalisierung mithalten zu können, sei die Vermittlung digitaler Grundlagen in Schulen essentiell, sagt IHK-Vizepräsident und Walterwerke-Chef Andreas Eule. Deswegen müsse das Thema fest im Stundenplan verankert sein. Dabei gehe es weniger darum, Programmieren oder die Nutzung einer bestimmten Software zu lernen, sondern vielmehr darum, Neugier zu wecken und Kinder dazu zu befähigen, einen Nutzen aus digitalen Möglichkeiten zu ziehen. „In welchen Quellen finde ich verlässliche Informationen? Wie kann ich digitale Tools effektiv für Teamarbeit nutzen?“, nennt Eule einige Beispiele.

Möglich sei das nur, wenn Lehrer schon während ihres Studiums oder in verpflichtenden Fortbildungen dafür qualifiziert würden. Hier sei Bildungsministerin Karin Prien auf dem richtigen Weg. Die CDU-Politikerin hatte kürzlich ein „Digitales Bildungspaket“ vorgestellt, das unter anderem ein umfangreiches Fortbildungsprogramm für Lehrer vorsieht.

E-Government als Mittel zum Bürokratieabbau

Schnell in Angriff genommen werden müsse auch das Thema E-Government, so Vater. Wenn die Landesregierung es mit ihrer Digitalagenda Ernst meine, müsse sie nicht nur ihre eigene Verwaltung umbauen, sondern auch auf die Kommunen einwirken, effizienter und digitaler zu arbeiten. Die IHK erhofft sich hierdurch einen erheblichen Bürokratieabbau.

Zudem wünscht sich die IHK Rahmenbedingungen, die keine Hemmnisse für die Entwicklung digitaler Geschäftsmodelle bedeuten. Das betreffe sowohl den Datenschutz als auch die IT-Sicherheit.

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