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Wirtschaft Verbraucher stehen auf Regionalität
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07:00 01.12.2017
Von Jan von Schmidt-Phiseldeck
Saisonal derzeit besonders stark per Suchmaschine auch in Schleswig-Holstein angefragt: Gänse. Für Direktvermarkter, die online gut sichtbar sind, ist das eine Chance, den potentiellen Kunden für ihre Produkte zu begeistern. Quelle: Frank Rumpenhorst/dpa
Rendsburg

Der Trend zur Regionalität nimmt ebenso zu wie die Anforderungen und Chancen, denen sich Landwirte stellen müssen. Dass es dabei den „einen Weg“ nicht gibt, weiß auch Landwirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne): „Das muss ein chaotischer Prozess sein, der dann Kraft entfaltet. Und die Landwirte, die sich für diesen Weg öffnen, bekommen unsere Unterstützung.“

Nordbauern fordern finanzielle Hilfen und einen Umbau des Systems

Für Obstbauer Ernst Schuster vom Verein Nordbauern, der sich seit 2013 der Direktvermarktung und Vernetzung von Landwirten verschrieben hat, ist das nicht konkret genug: „Wir brauchen stärkere finanzielle Unterstützung und fordern eine Neuausrichtung der Landwirtschaft zugunsten kleiner Betriebe der bäuerlichen Landwirtschaft.“ Regionalität werde zwar vom Handel auf die kleinen landwirtschaftlichen Betriebe projiziert. Aber die würden aufgrund der hohen Fixkosten in der Produktion und geringer Stückzahlen wirtschaftlich zunehmend ins Hintertreffen gegenüber den Großproduzenten geraten.

Wertschätzung regionaler Produkte steigt

Dass die Zusammenarbeit mit regionalen Erzeugern ein echtes Erfolgsmodell ist, berichtet Marco Hauschildt. Der selbstständige Edeka-Kaufmann mit Märkten in Rendsburg und Flintbek arbeitet derzeit mit etwa 150 Lieferanten im Umkreis von 50 Kilometern zusammen. „Die bei uns zusätzlich 2000 gelisteten Artikeln erfahren eine ganz andere Wertschätzung in den Köpfen der Menschen.“ Eine Wertschätzung, die sich sowohl im höheren Preis als auch im Gesamtumsatz niederschlagen würde: Von regionalen Landwirten gelieferte Kartoffeln, Erdbeeren oder auch Spargel würden „zu den zehn stärksten Artikeln unseres Gesamtsortimentes zählen“, sagt Hauschildt. Sein Appell an Landwirte und Händler: „Regionales und Lokales braucht eine neue Bühne, dann geht der Kunde immer weiter weg vom Mainstream.“

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