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Wirtschaft Aldi poliert sein Filialnetz auf
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19:47 05.07.2017
Von Jan von Schmidt-Phiseldeck
Mehr Licht, breitere Gänge, mehr Frische: In Gladbeck hat Aldi Nord ein Ladenlokal neu gestaltet. Das brachte mehr Umsätze, deshalb soll bundesweit das Filialnetz modernisiert werden. Allerdings müssen die Eigentümer dem Plan noch zustimmen. Quelle: Rolf Vennenbernd/dpa
Kiel/Essen

Demnach würden in den nächsten Jahren auch viele der 235 Aldi-Filialen in Schleswig-Holstein komplett modernisiert.

 Wie genau die Modernisierungsoffensive, die den internen Namen Aniko trägt, umgesetzt werden soll, konnte die Sprecherin des Unternehmens mit Sitz in Essen nicht sagen. Inhaltliche Details würden erst nach der Zustimmung aller drei Stiftungen bekanntgeben, die gemeinsam Konzernentscheidungen zustimmen müssen. Seit längerer Zeit gibt es zwischen den Nachfahren des verstorbenen Aldi-Erben Berthold Albrecht (Jakobus-Stiftung) und den anderen Familienorganisationen, die Lukas- und Markus-Stiftung, einen Kampf um die Macht bei Aldi Nord.

 Neben dem Umbau von bestehenden Filialen, die im Durchschnitt über eine Fläche von etwa 1200 Quadratmetern verfügen, gehöre auch die Schließung wenig besuchter Märkte sowie der Neubau von Filialen zur Strategie des Unternehmens. Der Konzern beschäftigt in Schleswig-Holstein etwa 4660 Mitarbeiter. Die neuen Märkte sollen als Flachbau mit „großzügigen Fensterfronten sowie freundlich gestalteten Außenwänden“ gebaut werden, teilte die Sprecherin mit. Im Inneren orientiert sich der Discounter an gängigen Formaten der Mitbewerber: Frische Farben, breitere Gänge, ein neues Lichtkonzept sowie eine übersichtlichere Präsentation der Waren sollen mehr Kunden in die Märkte locken. Zudem will Aldi Nord damit auch im direkten Vergleich zu Aldi Süd weiter Boden gutmachen. Während der Umsatz von Aldi Nord 2016 um 3,6 Prozent auf 12,7 Milliarden Euro kletterte, stagnierte Aldi Süd bei 15,7 Milliarden Euro.

 Zur Offensive gehöre, so die Sprecherin, auch ein verändertes und „den Wünschen unserer Kunden angepasstes“ Sortiment. Dazu zählten mehr Obst und Gemüse, mehr Fleisch und Fisch, zusätzliche Bioartikel, Produkte für Vegetarier und Veganer, weitere Markenartikel. Allerdings: „Mit einem Eigenmarkenanteil von 93 Prozent halten wir weiterhin am Discountkonzept mit niedrigen Preisen und somit am einfachen Einkaufen fest“, teilte die Sprecherin mit.

 Zuvor hatte Aldi bei etwa 120 bereits modernisierten Läden Umsatzsteigerungen im zweistelligen Bereich gemessen. Der Discounter befindet sich mit seiner Strategie in bester Gesellschaft: Erst vor wenigen Tagen hatte Edeka Nord, der 705 Märkte beliefert, eine weitere Expansion verkündet. Zudem sollen etwa 50 Millionen Euro in die Modernisierung der Märkte investiert werden. Edeka will damit insbesondere auf den Konkurrenzdruck von Rewe reagieren, der im Norden 163 Sky-Märkte bis Ende 2018 umflaggen will. Kaufland (Schwarz-Gruppe) äußerte sich auf Nachfrage: Man habe die bestehenden Filialen im Norden – Bad Segeberg, Heide, Henstedt-Ulzburg, Itzehoe, Kiel und demnächst Bad Oldesloe – auf ein modernes Konzept umgestellt, zudem sei zunächst ein Lieferservice in Hamburg geplant.

Mehr Licht, mehr Biogemüse: Etwa fünf Milliarden Euro will der Discounter Aldi Nord in seine etwa 2700 Filialen in Deutschland investieren. Demnach würden in den nächsten Jahren auch viele der 235 Aldi-Filialen in Schleswig-Holstein komplett modernisiert.

Jan von Schmidt-Phiseldeck 05.07.2017

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