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Wirtschaft Bei Aldi Nord gibt es bald Süd-Marken
Nachrichten Wirtschaft Bei Aldi Nord gibt es bald Süd-Marken
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07:00 12.07.2018
Von Anne Holbach
Foto: Der Schleswig-Holsteiner legt beim Aldi-Einkauf Klopapier von Solooder Sonniger-Saft in den Einkaufswagen. Bayern oder Pfälzern sind dagegen die Etiketten von Kokett und Rio D’Oro ein Begriff. Das dürfte sich bald ändern.
Der Schleswig-Holsteiner legt beim Aldi-Einkauf Klopapier von Solooder Sonniger-Saft in den Einkaufswagen. Bayern oder Pfälzern sind dagegen die Etiketten von Kokett und Rio D’Oro ein Begriff. Das dürfte sich bald ändern. Quelle: Maurizio Gambarini
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Kiel/Essen

Nachdem die Aldi-Brüder Karl und Theo Albrecht ihr Geschäft 1961 in zwei eigenständige Unternehmen aufgeteilt hatten, unterschied sich lange Zeit nicht nur die Warenauswahl in den Verbreitungsgebieten erheblich. Auch beim Namen und Design der Eigenprodukte gingen die Schwester-Unternehmen getrennte Wege.

„Wir optimieren kontinuierlich unsere Kooperation, um für unsere Kunden die beste Qualität zum günstigsten Preis zu erzielen und dadurch unsere Marktposition weiter zu festigen“, teilt Anna Steinweger, Sprecherin von Aldi-Nord auf Anfrage mit. Es werde regelmäßig geprüft, welche Eigenmarken die Kunden besonders gut annehmen. Auf Grundlage dieser Ergebnisse werde in Einzelfällen die Entscheidung für gemeinsame Eigenmarken gefällt.

Aldi will weiter regionale Gewohnheiten berücksichtigen

Obwohl Aldi Nord mit rund 2300 Filialen über knapp 400 mehr Läden als Aldi Süd verfügt, sind dessen Eigenprodukte bei den Verbrauchern offenbar beliebter. Der „Lebensmittel Zeitung“ zufolge sind es zunächst zwei Nord-Marken, die aus den Regalen verschwinden. So soll es den Fruchtsaft mit dem Sonniger-Logo dort bald nicht mehr geben, er firmiert stattdessen unter dem Label Rio D’Oro. Auch Taschentücher, Küchenpapier oder Klopapier sollen demnach künftig nicht mehr Solo heißen, sondern wie im Süden den Namen Kokett tragen.

Alle vertrauten Marken werden aber nicht abgesetzt, heißt es vom Unternehmen: „Wir werden auch in Zukunft unterschiedliche Eigenmarken führen, etwa bedingt durch regionale Gewohnheiten“, so Aldi-Sprecherin Steinweger.

Einheitliches Design ermöglicht bundesweite Werbung

Das Angleichen des Sortiments hat für die Supermarktketten gleich zwei Vorteile: Kaufen sie die Artikel zusammen ein, können Aldi Nord und Süd dank der größeren Mengen, die Ware zu billigeren Preisen beschaffen. Zugleich können sie mit einem einheitlichen Design ihre Eigenmarken bundesweit bewerben und so Kosten sparen. Seit 2016 schalten die beiden Konzerne bereits gemeinsame Werbespots im Fernsehen.