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Wirtschaft Luft für 30 neue DM-Läden im Norden
Nachrichten Wirtschaft Luft für 30 neue DM-Läden im Norden
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10:07 05.11.2019
Von Ulrich Metschies
Senioren als wachsende Kundengruppe im Blick: DM hat seine Einkaufswagen mit einer Leselupe ausgestattet. Quelle: A9999 dm-Drogerie Markt
Kiel

Mehr Filialen und ein neuer Umsatzrekord: Für die Drogeriemarkt-Kette DM (Karlsruhe) scheinen die Bäume weiter in den Himmel zu wachsen. Im Geschäftsjahr 2018/2019 (30. September) fuhr der europäische Branchenriese rund 11,2 Milliarden Euro Umsatz ein – 4,6 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum.

Wachstum vor allem im Ausland

Allerdings scheint das Wachstum auf dem Heimatmarkt langsam an seine Grenzen zu stoßen: Während das Auslandsgeschäft um neun Prozent auf 2,83 Milliarden Euro zulegte, kletterte der Umsatz in Deutschland um bescheidenere 3,2 Prozent auf 8,37 Milliarden Euro. Bereinigt um den Effekt von Neueröffnungen bleibt sogar nur ein Wachstum von einem Prozent übrig. Doch Angesichts des scharfen Wettbewerbs kann sich auch diese Entwicklung sehen lassen, sagt Gerhard Stell, verantwortlich für das Geschäft in Schleswig-Holstein. Aktuell betreibt DM 45 Filialen zwischen Nord- und Ostsee, doch dabei soll es nicht bleiben: „Wir sehen in Schleswig-Holstein Potenzial für 30 weitere Standorte“, sagte Stell im Gespräch mit KN-online.

Nachholbedarf auch in Kiel 

Nachholbedarf sieht das Unternehmen auch in Kiel. Aktuell ist DM in der Landeshauptstadt mit sechs Filialen vertreten, zuletzt hinzugekommen war im Februar der Standort Falckensteiner Straße in Kiel-Friedrichsort. Mit Hochdruck sucht der Drogeriekonzern noch immer nach einem Ersatz für den Ende vergangenen aufgegebenen Standort in der mittleren Holstenstraße. Ganz oben auf dem Wunschzettel von DM steht zudem eine Filiale im Stadtteil Wik, doch auch hier gestaltet sich die Suche schwierig. Fest steht für Sell auf jeden Fall: „Wir wollen in Kiel stärker werden.“ Zwölf bis 15 Filialen seien in einer Stadt dieser Größenordnung durchaus möglich. 

Norden legt über dem Bundesschnitt zu 

Mehr als zufrieden ist das Unternehmen mit der Umsatzentwicklung im Norden: Rund 136 Millionen Euro spielten die 45 Schleswig-Holstein-Filialen in die DM-Kassen, 6,6 Prozent mehr als im Jahr zuvor. Mit landesweit 650 Beschäftigten gehört das Unternehmen inzwischen zu den großen privaten Arbeitgebern in der Region. Bundesweit betreibt der Branchenprimus rund 2000 Filialen. In zwölf weiteren Ländern in Süd- und Südosteuropa sind es etwa 1670. Zweitgrößter Markt ist Österreich mit 388 Filialen. 

Nachhaltigkeit wird immer wichtiger

Punkten im Wettbewerb will DM nicht nur über den Preis, sondern auch mit seinem Engagement beim Thema Nachhaltigkeit. Im Kosmetikbereich, so Stell, seien bereits alle Eigenmarken frei von Mikroplastik. Mit Hochdruck setze man sich dafür ein, dass auch Wasch- und Reinigungsmittel auf Alternativen umgestellt werden: „Das allerdings gestaltet sich schwierig.“ 

 Gas geben will das Unternehmen auch beim Online-Vertrieb. Künftig sollen Kunden schon vier Stunden nach Bestellung ihre Waren fertig zusammengestellt in der Filiale abholen können. 

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