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Wirtschaft Förderpaket soll 2020 fertig sein
Nachrichten Wirtschaft Förderpaket soll 2020 fertig sein
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21:50 28.11.2019
Von Anne Holbach
Die Zahl der Elektroautos im Norden nimmt stetig zu. Quelle: Marijan Murat
Kiel

 „Wir sind dabei, die Fragen aus der EU zu beantworten. Ich bin zuversichtlich, dass wir die Förderrichtlinie bis zur Jahreswende unter Dach und Fach haben.“

22 Millionen Euro hat das Land im Infrastrukturprogramm für E-Mobilität reserviert. Das Geld soll in den Ausbau von öffentlichen und halb-öffentlichen Ladepunkten – auch für E-Busbetriebshöfe – fließen. Die Richtlinie liegt noch bei der EU zur Notifizierung.

Strompreise müssen runter

Es reiche aber nicht, nur auf der Infrastrukturseite besser zu werden, betonte Albrecht: „Was fehlt ist der wichtigste Anreiz – ein günstiger Strompreis, vor allem für Erneuerbare Energien. Den erreichen wir nur mit einer Reform unseres Steuer-, Abgaben- und Umlagen-Systems.“

Solange E-Autos bei den Kosten auf Augenhöhe mit Verbrennern seien, aber weniger Reichweite brächten, bringe das Menschen nicht zum Umstieg, sagte Markus Schween von der Industrie- und Handelskammer zu Kiel.

Norwegen punktet mit Nutzervorteilen

Dass es vor allem Kostengründe sind, die Menschen zur Anschaffung eines E-Autos antreiben, beschrieb Benjamin Rinner vom Energieversorger Fortum, der in Norwegen weite Teile des Ladenetzes betreibt. „Aus Nutzersicht ist dort die wichtigste Förderung der Wegfall der Mehrwertsteuer beim Kauf eines E-Autos.“

Maßgeblich sei zudem, dass Stromer keine Maut zahlen müssen und gratis Fähren nutzen dürfen. „Es gibt in Norwegen starke Verkaufsanreize für Privatkunden, in Deutschland wird mehr an Dienstwagenflotten gedacht.“

Sogar klassische Tankstellen rüsten um

Norwegen setzte darauf, die E-Autos erst mal auf die Straße zu bringen, hier liege der Fokus stärker auf der Infrastruktur. „Ich bin zwar dafür eine Grundstruktur aufzubauen, den Rest muss aber der Markt regeln. “

In Norwegen gebe es kaum Tankstellen, die es sich erlaubten, keinen Ladepunkt anzubieten. Weil die Nachfrage da sei, bauten Betreiber sogar einzelne Säulen mit Benzin und Diesel ab, um sie durch Ladesäulen zu ersetzen.

Immer mehr E-Autos in Schleswig-Holstein

„Wir sind nicht schlecht davor in Schleswig-Holstein, was die Zahl der Zulassungen und der Ladesäulen betrifft“, sagt auch Jens Sandmeier, Landeskoordinator für E-Mobilität.

Im Land gibt es laut Bundesnetzagentur derzeit rund 480 Ladesäulen. Anfang des Jahres lag der Bestand an E-Autos in bei 3090 Stück. Von 1000 Pkws im Land waren 1,9 Stromer. Seit Januar wurden 1821 reine Elektroautos neu zugelassen, plus 4211 Hybridwagen.

Über E-Autos gibt es viele Mythen – Hansjörg Freiherr von Gemmingen-Hornberg ist angetreten, sie zu entlarven. Der 56-Jährige ist seit Donnerstag wohl der erste Tesla-Fahrer, der eine Million Kilometer auf dem Tacho hat.

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