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Wirtschaft Gründer in Schleswig-Holstein Mittelmaß
Nachrichten Wirtschaft Gründer in Schleswig-Holstein Mittelmaß
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09:00 31.05.2019
Von Florian Hanauer
Die Ausschreibung für den neuen Gründer Cup zeigen Bastian Brück (v. li., vom Gewinner des Vorjahres, dem Sandhafen), Marion Mayr-Tschofenig (Kiwi), Janet Sönnichsen (KielRegion GmbH) und Tim Bielinski (Sandhafen). Quelle: Frank Peter
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Kiel.

In der Hitliste der Existenzgründer nach Bundesländern kommt Schleswig-Holstein auf Platz 11. Damit hat sich der Norden um eine Position verbessert, der Zeitraum der Erhebung umfasst die Jahre 2016 bis 2018 im Vergleich zu 2013 bis 2015. Das zeigt der neue KfW-Gründungsmonitor, der in Frankfurt veröffentlicht wurde. 

Existenzgründungen fördern Wettbewerbe wie der Kieler Gründer Cup, der jetzt in eine neue Runde startet. Gründer aus der Region Kiel, zu der auch die Kreise Plön und Rendsburg-Eckernförde zählen, können sich vom 1. Juni bis zum 30. September 2019 wieder mit ihrem Businessplan bewerben. Dafür gibt es die Kategorien Start-up und Innovationen. 

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Nicht nur Preisgeld, sondern Kontakte zu Unternehmen

„Bei unserem Wettbewerb geht es nicht nur um ein Preisgeld, sondern auch um hilfreiche Kontakte zu Multiplikatoren und Unternehmen“, sagt Marion Mayr-Tschofenig von der Kieler Wirtschaftsförderung. Gründungsexperten werden die Teilnehmer während des Wettbewerbs mit ihrem Know-how unterstützen.

In der Kategorie Start-up werden die Sieger mit Preisen zwischen 3500 und 1000 Euro ausgezeichnet; in der Kategorie Innovation mit 4000 Euro plus Beratungsleistungen. Regionale Unternehmen wie die Förde Sparkasse, Take Maracke & Partner und die RQP GmbH unterstützen die Preise. Weitere Informationen gibt es unter www.gruendercup.de im Netz.

Nach der KfW-Statistik begannen im Norden 97 von insgesamt 10 000 Erwerbsfähigen eine selbstständige Tätigkeit. Die Spitzenreiter, die Stadtstaaten Berlin und Hamburg, hatten dagegen 193 beziehungsweise 146 Gründer. In beiden Städten sorgten vor allem die Medien- und die IT-Branche mit ihren hohen Anteilen von Freiberuflern für eine starke Gründerszene. Dahinter lagen auf den Plätzen drei und vier Brandenburg (134) und Bayern (126). Die Schlusslichter sind Mecklenburg-Vorpommern (84), Sachsen-Anhalt (77) und Thüringen (74).

Neugründungen sind wichtig für die Beschäftigung

Gründer neuer Unternehmen haben im vergangenen Jahr bundesweit Zehntausende neue Jobs geschaffen. Umgerechnet in Vollzeitstellen entstanden deutschlandweit 219 000 Arbeitsplätze, wie aus den Daten der staatlichen Förderbank KfW hervorgeht. „Das zeigt, wie relevant Neugründungen für die Beschäftigung in Deutschland sind“, heißt es im aktuellen KfW-Gründungsmonitor. 2017 wurden 145 000 neue Jobs verzeichnet, ein Jahr zuvor waren es 215 000.

Generell sinkt angesichts des boomenden Arbeitsmarkts das Interesse vieler Menschen an einer Selbstständigkeit. Den Angaben zufolge machten sich im vergangenen Jahr 547 000 Menschen selbstständig, das waren zwei Prozent weniger als 2017.