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Wirtschaft Neue Fähre - nur für Windanlagen
Nachrichten Wirtschaft Neue Fähre - nur für Windanlagen
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07:02 23.05.2018
Von Frank Behling
Die „Rotra Vente“ hat ihre erste Kanalfahrt bereits hinter sich: Sie brachte Bauteile von Apenrade nach Esbjerg. Quelle: Frank Behling
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Kiel.

Der direkte Weg vom dänischen Siemens Werk Brande nach Rügen führt eigentlich über die Autobahn durch Schleswig-Holstein. Rund 500 Kilometer fährt ein Schwertransport von dem dänischen Werk bei Kolding bis Mukran auf Rügen. Der Hafen ist der Umschlag- und Sammelplatz für die Ausrüstung des neuen Hochseewindparks Arkona in der Ostsee.

Die 60 Windanlagen werden jedoch einen 900 Kilometer langen Seeweg nehmen. Grund ist die Problematik mit den Autobahnen. Die Firma Siemens hat mit einer dänischen Reederei extra ein Spezialschiff für den Transport von Windanlagen im Einsatz, das jetzt den Sommer über die 60 Anlagen vom dänischen Hafen Esbjerg über die Nordsee und durch den Nord-Ostsee-Kanal nach Rügen bringt.

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Pro Transport fahren sechs Turbinen mit

Dieses Verfahren entlastet nicht nur die angeschlagene Rader Hochbrücke, es ist insgesamt auch umweltfreundlicher. Pro Transport kann das niederländische Spezialschiff „Rotra Vente“ bis zu sechs Turbinen befördern. Aber auch Turmsegmente und Flügel kann der Frachter mit seiner Bugklappe laden.

Auf dem Schwertransport können die bis zu 360 Tonnen schweren Turbinen in einem Stück befördert werden. Das wäre beim Schwerlastverkehr auf der Rader Hochbrücke so nicht möglich.

Anlagen werden in Dänemark gebaut

Der Windpark Arkona ist in vielerlei Hinsicht eine Premiere. „Dies ist der erste Auftrag für unsere großen getriebelosen Offshore-Windturbinen für ein Projekt in der Ostsee“, sagte Michael Hannibal, Vorstand der „Siemens Division Wind Power and Renewables“, bei der Vertragsunterzeichnung. Im vergangenen Jahr begann der Bau der Anlagen in Dänemark.

22.05.2018
Anne Holbach 23.05.2018