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Wirtschaft Aquakultur vom Durchbruch weit entfernt
Nachrichten Wirtschaft Aquakultur vom Durchbruch weit entfernt
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08:00 10.09.2018
Kilian Landsch in der Zuchtanlage von „Förde Garnelen“ (Kiel) auf dem Gelände des Bülker Klärwerks: Im Vordergrund ist das Filterbecken zu sehen, dahinter die Garnelenbecken. Voraussichtlich bis Mitte 2020 soll die Jahresproduktion auf rund 500 Tonnen verzehnfacht werden. Quelle: Thomas Eisenkrätzer
Kiel

Bert Wecker, Geschäftsführer des Strander Unternehmens Förde Garnelen, kann Fortschritte vorweisen: Der Ertrag von fünf Tonnen Garnelen jährlich soll auf 50 Tonnen verzehnfacht werden. Dafür werden mehr als vier Millionen Euro investiert. Fördermittel aus dem europäischen Meeres- und Fischereifonds sind beantragt. Bis Mitte 2020 soll ein Neubau fertig sein, sodass die Garnelen pünktlich zum Weihnachtsgeschäft in den Handel kommen könnten.

Hürden für Zulassung von Anlagen

Anke Erdmann (Grüne), Staatssekretärin im zuständigen Landwirtschafts- und Umweltministerium, unterstreicht die Bemühungen des gerade verabschiedeten Ministers Robert Habeck zur Intensivierung der Aquakultur im Land. Sie führt den Kompromiss zwischen Naturschutzverbänden und Fischereivertretern zur Miesmuschelnutzung im Wattenmeer als Beispiel an. Bert Wecker hingegen findet, Deutschland brauche mehr Pragmatismus, und auch andere Aquakulturbetreiber sind wenig überzeugt von den bislang erzielten Fortschritten. So stelle die Landesgesetzgebung unüberwindliche Hürden für die Zulassung von Anlagen auf, denn das sogenannte Verschlechterungsverbot behindere Neuankömmlinge; dieses Verbot untersagt das Ablassen von Schadstoffen in die bereits geschädigte Ostsee.

Neue Anlage für Flussbarsch-Zucht

Stefan Meyer, Koordinator des Kompetenznetzwerks Aquakultur (KNAQ), sieht die Entwicklung nicht ganz so negativ. Seitdem es in Schleswig-Holstein das KNAQ gebe, sei es auch zu Fortschritten gekommen. Neben den alteingesessenen Aquakulturbetreibern, die nach oder in Schleswig-Holstein expandieren, ist Meyer mit weiteren Interessenten im Gespräch: Aktuell gebe es zehn ausgereifte Projekte und vier, die sich in aktiver Umsetzung befänden. So wird im Kreis Segeberg aktuell eine Anlage zur Flussbarsch-Zucht geplant, die einen Jahresertrag von knapp 200 Tonnen produzieren soll.

Von Timon Roßbach

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