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Wirtschaft Werft hat Chance auf Milliarden-Auftrag
Nachrichten Wirtschaft Werft hat Chance auf Milliarden-Auftrag
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10:01 13.03.2018
Erste Entwürfe für das ab 2025 in Fahrt kommende Mehrzweckkampfschiff 180 zeigt die Deutsche Marine auf ihrer Internetseite. Quelle: Marine
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Kiel

Die Entwicklung hat die Konkurrenz zwischen den beiden Kieler Werften Thyssen Krupp Marine Systems (TKMS) und German Naval Yards (GNY), die auf dem ehemaligen HDW-Gelände Nachbarn sind, deutlich verschärft. Die Betriebsräte beobachten die wachsenden Spannungen mit Sorge. Morgen kommen sie deshalb in Hamburg zu einem Krisengipfel zusammen. Sie befürchten, dass die europaweit ausgeschriebenen Aufträge an ausländische Bewerber gehen könnten.

Von den zwei verbliebenen Angeboten stammt eines von der niederländischen Damen-Gruppe, das andere von GNY. "Wir freuen uns, als letztes deutsches Generalunternehmen im Wettbewerb zur Vergabe der MKS 180 verblieben zu sein", heißt es von der Werft, die mit der jahrzehntelangen Erfahrung von TKMS und Lürssen allerdings nicht mithalten kann. Die Konstruktionsabteilung hat deshalb den US-Konzern Alion als Partner ins Boot geholt. Alion hat alle aktuell fahrenden Zerstörer und Kreuzer der US Marine konstruiert.

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"Wenn die Bundesregierung den Marineüberwasserschiffbau als Schlüsseltechnologie sieht, ist es von großer Bedeutung, dass der Auftrag zum Bau des Mehrzweckkampfschiffs 180 in Deutschland bleibt", sagt Heiko Messerschmidt, Sprecher der IG Metall Küste. "Es muss darum gehen, möglichst viel von der Wertschöpfung auch am Standort Deutschland zu halten. Es geht hier um 6000 Arbeitsplätze."

Von Behling Frank

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