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Wirtschaft Teilzeit-Arbeit im Norden auf Rekordhoch
Nachrichten Wirtschaft Teilzeit-Arbeit im Norden auf Rekordhoch
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09:09 27.07.2017
Von Jan von Schmidt-Phiseldeck
Gerade in der Einzelhandelsbranche arbeiten viele Beschäftigte in Teilzeit oder als Mini-Jobber. Quelle: Angelika Warmuth
Kiel

„Der unbefristete Vollzeit-Job muss wieder zum Normalfall werden“, forderte beispielsweise IG-Bau-Bezirkschef Arno Carstensen. Für Arbeitsminister Bernd Buchholz (FDP) ist das Studienergebnis keine Überraschung: Gerade Berufstätige mit geringer Qualifikation arbeiteten häufiger in sogenannten atypischen Arbeitsverhältnissen. „Deshalb müssen wir verstärkt in Bildung investieren, auch um den zunehmenden Fachkräftebedarf decken zu können.“ Einem gesetzlich verankerten Anspruch für Teilzeitbeschäftigte auf Vollzeitstellen erteilte der Minister eine Absage: „In Zeiten von Fachkräftemangel haben die Unternehmen ein Interesse, auch in Vollzeit einzustellen.“

SPD kritisiert Arbeitsmarktpolitik der Koalition

In der Landesregierung hätten die von atypischer Beschäftigung betroffenem Menschen keinen Verbündeten, glaubt dagegen der SPD-Landtagsabgeordnete Thomas Hölck: „Der Begriff gute Arbeit kommt mit keiner Silbe im Koalitionsvertrag vor. Und prekäre Arbeitsverhältnisse von heute führen in die Altersarmut von morgen.“ Mit „großer Sorge“ beobachtet auch DGB-Regionsgeschäftsführer Frank Hornschu die Zunahme atypischer Beschäftigung, die in Kiel mittlerweile einen Höchststand von 45 Prozent erreicht. „Wir wollen gemeinsam mit Kooperationspartnern am Masterplan gute Arbeit arbeiten – zunächst in der Landeshauptstadt, dann aber im weiteren DGB-Bezirk Kiel.“ Ziel sei es, mit positiven Beispielen zu zeigen, dass damit keine Wettbewerbsnachteile für Unternehmen bestehen würden.

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