Menü
Kieler Nachrichten | Ihre Zeitung aus Kiel
Anmelden
Wirtschaft Gute Ideen von Start-ups aus Schleswig-Holstein gesucht
Nachrichten Wirtschaft

Gründercup wird 18: Gute Ideen von Start-ups aus Schleswig-Holstein gesucht

Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
16:40 27.06.2021
Von Anne Holbach
Es gibt etwas zu feiern: Der Gründercup feiert dieses Jahr 18. Geburtstag. Jana Haverbier (Kielregion, v.l.), Thomas Ehlert (Kielregion), Marion Mayr-Tschofenig (Kiwi) und Jonas Reinhardt (Gewinner 2020) rufen Gründer dazu auf, sich zu bewerben.
Es gibt etwas zu feiern: Der Gründercup feiert dieses Jahr 18. Geburtstag. Jana Haverbier (Kielregion, v.l.), Thomas Ehlert (Kielregion), Marion Mayr-Tschofenig (Kiwi) und Jonas Reinhardt (Gewinner 2020) rufen Gründer dazu auf, sich zu bewerben. Quelle: Frank Peter
Anzeige
Kiel

Die Start-up-Szene in Schleswig-Holstein habe sich in all den Jahren aber gewandelt. Mit vielen Coworking Spaces, Netzwerkveranstaltungen und einer umfangreichen Beratung der Wirtschaftsförderer habe sich ein echtes Ökosystem für Gründer gebildet, so Gründercup-Projektleiter Thomas Ehlert.

Zum Start des Wettbewerbs lag der Fokus stark auf hochtechnologische Erfindungen, damals gab es einen hochdotierten High-Tech-Preis. Heute gibt es stattdessen eine Auszeichnung für besonders nachhaltige Projekte, die mit 2500 Euro belohnt werden.

In der Kategorie Start-up können 1000 bis 4000 Euro ergattert werden. Dem Gewinner des Innovationspreises winken 4000 Euro. Zudem gibt es einen Ideenwettbewerb, der sich an diejenigen richtet, die sich noch in der Phase vor der Gründung befinden. 

Aus Wettbewerb gingen viele Unternehmenserfolge hervor

Der Wettbewerb habe viele Erfolgsgeschichten hervorgebracht – etwa die Lille-Brauerei, das Rankwerk oder Traser Software, so Marion Mayr-Tschofenig von der Kieler Wirtschaftsförderung. „Es geht um mehr als das Preisgeld, wichtig sind die Sichtbarkeit und das Netzwerk, die der Preis mit sich bringt.“

Der Newsletter der Chefredaktion

Montags bis freitags erhalten Sie aktuelle Nachrichten aus Schleswig-Holstein und Einblicke in den Newsroom in Ihr Postfach.

Mit meiner Anmeldung zum Newsletter stimme ich der Werbevereinbarung zu.

Das bestätigte mit Jonas Reinhardt von Tricode ein Gewinner aus dem vergangenen Jahr. Die Statusplus-Blutspende-App wird inzwischen von 12 000 Menschen in Schleswig-Holstein genutzt. „Nach der Kooperation mit dem UKSH suchen wir nun Kontakt zu anderen Kliniken in Deutschland.“ 

Start-ups schaffen tausende Jobs

Dass Start-ups echte Jobmotoren sind, zeigt eine Studie der Unternehmensberatung Roland Berger. Demnach stieg die Zahl der Beschäftigten in Start-ups und Scale-ups – das sind Gründungen, die sich durch starkes Wachstum zu großen Unternehmen entwickeln – auf rund 410 000 Menschen bundesweit. Bis 2030 könnte sich die Zahl auf 974 000 mehr als verdoppeln, so die Prognose. Durch indirekte Beschäftigungen sicherten die jungen Unternehmen schon jetzt 1,6 Millionen Arbeitsplätze.

Als ein Beispiel aus dem Land nennt die Initiative „Startup SH“ die Lübecker Perfood GmbH, die seit 2017 digitale Therapien entwickelt, die auf personalisierter Ernährung basieren. Das inzwischen 30-köpfige Team will bis Ende 2022 auf rund 170 Personen wachsen.

Nachdem wegen Corona im vergangenen Jahr die Preisverleihung des Gründercups nur virtuell laufen konnte, hoffen die Veranstalter nun auf eine Präsenzveranstaltung am 8. Dezember. Wer sich bewerben möchte, kann seine Unterlagen bis 30. September unter www.gruendercup.de hochladen.