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Wirtschaft Bad Bank: Vorstand weist Vorwürfe zurück
Nachrichten Wirtschaft Bad Bank: Vorstand weist Vorwürfe zurück
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07:00 01.02.2018
Von Ulrich Metschies
Ulrike Helfer und Karl-Hermann Witte, die beiden Vorstandsmitglieder der HSH Portfoliomanagement AöR, in Kiel. Quelle: Ulf Dahl
Kiel

Den Eindruck, das Institut mache immer neue Verluste, erweckte die am Mittwochabend ausgestrahlte ZDF-Dokumentation „Piraten in Nadelstreifen“. Doch an den Vorwürfen sei "rein gar nichts" dran, sagen Ulrike Helfer und Karl-Hermann Witte, die Vorstände der HSH Portfoliomanagement AöR.

Das Geschäft der ländereigenen Abwicklungsanstalt laufe absolut im grünen Bereich. In dem ZDF-Bericht hingegen heißt es, die ländereigene Bad Bank habe als Konsequenz leichtfertiger Kreditgeschäfte der HSH Nordbank innerhalb von 15 Monaten einen Verlust von mehr als 700 Millionen Euro eingefahren. Diese Darstellung weisen Helfer und Witte strikt zurück.

"Gravierender Korrekturbedarf" zeichne sich nicht ab

„Wir haben auf das von der HSH Nordbank Mitte 2016 übernommene Portfolio eine Risikovorsorge in Höhe von gut 500 Millionen Euro vornehmen müssen“, so Witte: „Darüber haben wir auch die Öffentlichkeit informiert – und ein weiterer gravierender Korrekturbedarf zeichnet sich nicht ab.“

Die Anstalt öffentlichen Rechts (AöR) mit Sitz in Kiel hat einzig die Aufgabe, ein von der HSH Nordbank übernommenes Paket notleidender Schiffskredite abzuwickeln – und zwar so schonend für die Ländervermögen wie irgend möglich. Als Sicherheit übernahm die Anstalt 253 Schiffe, vor allem Containerfrachter. Von diesen, so Witte, sei eine „nicht niedrige zweistellige Zahl“ bereits verkauft worden.

Wert des Kreditportfolios kräftig geschrumpft

Fakt ist: Ende September 2017 stand das von der HSH Nordbank übernommene Kreditportfolio nur noch mit 1,675 Milliarden Euro in den Büchern der Abwicklungsanstalt, die zu gleichen Teilen Hamburg und Schleswig-Holstein gehört.

Die sich damit ergebende Differenz zum Kaufpreis von 2,4 Milliarden Euro sei jedoch keinesfalls gleichbedeutend mit einem Verlust, sondern resultiere im Wesentlichen aus Tilgungen und Erlösen aus Schiffsverwertungen sowie Wechselkurseffekten, betonen die Vorstände. Auch der Kieler Finanzierungs- und Bankenexperte Prof. Peter Nippel sieht auf Basis der vorliegenden Zahlen „keinen Beleg“ für Verluste in der vom ZDF angedeuteten Größenordnung.

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