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Wirtschaft Neues von der Baustelle
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10:15 14.12.2013
Von Sven Detlefsen
An der Decke der Holstenhalle 1 wurden gerade Traversen angebracht, an denen Beleuchtung für Konzerte ganz individuell befestigt werden können. Außerdem wurden die Lichtbänder im Dach so verkabelt, dass sie in vier Segementen unabhängig voneinander geöffnet oder geschlossen werden können. Quelle: Detlefsen
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Neumünster

Die städtischen Hallenbetriebe übernehmen ab Januar die Gastronomie in Eigenregie. Und die 59. NordBau vom 10. bis 14. September startet am Mittwoch und endet am Sonntag, bislang öffnete die Messe von Donnerstag bis Dienstag.

Trotz der Großbaustelle sei im laufenden Jahr nicht ein Termin ausgefallen oder abgesagt worden, versichert Dirk Iwersen, Chef der Holstenhallen. Gleichzeitig stieg die Zahl der Veranstaltungen in den Hallenbetrieben von 911 im Vorjahr auf über 930. „Irgendwie gehen wir alle auf dem Zahnfleisch“, sagt Iwersen über sich und sein Team, auf das er sichtlich stolz ist.

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 Der „Kraftakt“ erforderte vor allem auch viel Abstimmung mit den Kunden. Statt üblicherweise ein bis zwei Vorgesprächen für die 40 größten Messen, Reitturniere, Konzerte oder Märkte seien es 2013 jeweils etwa ein halbes Dutzend gewesen, so Iwersen. Allerdings hätten auch die Veranstalter sehr positiv auf die Neuerungen reagiert. Die „Marke Holstenhalle“ bleibe erhalten, aber die Qualität verbessere sich.

 Neben der Modernisierung der Holstenhalle 1 mit neuem Boden, neuer Technik, neuen und deutlich mehr sanitären Anlagen sowie verdunkelbaren Oberlichtern in der Decke ist das Zentralfoyer Kernstück der Modernisierung. Der hohe Raum schmiegt sich an die Rückseite der Holstenhalle, die alte gelbe Klinkerfassade wird zur Innenwand. Über eine Empore gelangen Besucher zukünftig auf die Ränge der Halle 1.

 Durch das neue Foyer sind unabhängig voneinander auch die Hallen 3 bis 5 erreichbar. Die lichte Konstruktion löst den alten „Durchritt“ mit Hinterhofcharakter ab. Zukünftig passieren hier Sport- und Zuchtpferde auf dem Weg von den Ställen in die Halle 1. Die Hallenbetriebe gewinnen hier auch weitere Tagungs- und Veranstaltungsräume.

 Das neue Platzangebot macht auch die Veränderung des NordBau-Ablaufs möglich, erläutert Wolfgerd Jansch von der Messeleitung. Die Termine des NordBau-Kongresses, der in den vergangenen Jahr deutlich zugelegt habe und immer mehr auch für anerkannte Weiterbildungen genutzt werde, könnten 2014 von Mittwoch bis Sonnabend eingeplant werden.

 Damit endet die Messe am besucherstärksten Tag, dem Sonntag. Das sei auch ein Wunsch von vielen großen Ausstellern gewesen, für die der wochenübergreifende Zeitplan häufig ein Problem gewesen sein, so Jansch. Allerdings gebe es auch Aussteller, die den Wegfall des Montags und Dienstags als ruhige Messetage für eingehende Beratung bedauerten.

 Die Auslagerung von Aufgaben an Fremdfirmen sei nicht immer das „Allheilmittel“, meint Iwersen zur Neuorganisation der Gastronomie. Die Familie Auch habe hier als Pächter in den vergangenen Jahren gute Arbeit geleistet. So wird dann auch die Leitung weiterhin bei Sebastian Auch liegen, die 25 Mitarbeiter werden übernommen. Die Gastronomie wird der Holstenhallen Service GmbH angegliedert, zu der bereits der Kartenvorverkauf auf dem Großflecken und die städtischen Touristinfos gehören. Deren Chef ist Dirk Iwersen.

 Vor allem mehr Flexibilität erhoffen sich die Hallenbetriebe von der eigenen Gastronomie. So sei es ohne Pächter einfacher, maßgeschneiderte Angebote für Veranstaltungen „ganzheitlich für die Kunden zu entwickeln.