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Wirtschaft Bund fördert Kiel als Wasserstoffregion
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15:41 10.09.2019
Von Anne Holbach
Mehr Wasserstoff: Das Bundesverkehrsministerium will die Entwicklung der Technologie voranbringen und fördert hierzu mehrere Regionen. Quelle: Andreas Arnold
Kiel/Berlin

Die Region setzte sich im Wettbewerb unter 85 Bewerbern durch. „Wir wollen lieber heute als morgen klimafreundlich unterwegs sein“, sagte Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU). "Wasserstoff-Mobilität erfüllt genau das: Tanken in drei Minuten mit einer Reichweite von 500 bis 700 Kilometern."

Dafür sei aber der Aufbau einer entsprechenden Infrastruktur nötig, wie beispielsweise ausreichend Tankstellen. Bislang gibt es in Schleswig-Holstein nur eine davon, sie hat im Juni in Handewitt eröffnet.

Kiel Region: Vorbildrolle im Bereich Mobilität

"Lohnt sich eine Wasserstofftankstelle für Kiel? Welche Unternehmen in der Umgebung könnten Energie aus Wasserstoff in ihrer Produktion sinnvoll nutzen?", solche Fragen gelte es nun zu klären, sagt Henning Bergmann, Ansprechpartner für das Wasserstoffthema bei der Kiel Region.

„Als Region nehmen wir inzwischen eine Vorbildrolle im Bereich der modernen Mobilität ein. Dazu gehört auch, dass wir für neue Energien aufgeschlossen sind“, so Janet Sönnichsen, Geschäftsführerin der Kiel Region. Sie sei gespannt auf das Konzept, das nun entwickelt werde.

Fokus auf Wasserstoff-Erzeugung und Nutzung für Mobilität

Eine konkrete Fördersumme geht nämlich nicht an die Region, sondern das Hystarter-Projekt des Ministeriums übernimmt die Kosten für Firmen, die das Konzept erstellen. Mit im Boot sind beispielsweise das Berliner Reiner-Lemoine-Institut, das zu erneuerbaren Energien forscht, oder ein Beraterteam der Energierechtskanzlei Becker-Büttner-Held.

Das Konzept soll die regionale Wasserstoff-Erzeugung im Fokus haben und sich mit der Speicherung, Logistik und verschiedenen Anwendungen vor Ort beschäftigen. Der Schwerpunkt soll dabei im Bereich Mobilität liegen.

Wirtschaftsminister: Projekt passt zur Landesstrategie

Das Kieler Verkehrs- und Wirtschaftsministerium freute sich über den Erfolg der Kiel Region im Wettbewerb. "Das passt hervorragend zur Industriestrategie des Landes, in der Wasserstoff ein wichtiger Baustein ist", sagte Landeswirtschaftsminister Bernd Buchholz (FDP). "Wir sind ein Land, das viel Windstrom erzeugt und in dem überschüssiger Strom abgeregelt werden muss." Diese Energie könne in Form von Wasserstoff gespeichert und sich so zu Nutze gemacht werden.

Noch neun weitere Regionen entwickeln Konzepte

Insgesamt 85 Kommunen und Regionen hatten sich im Hystarter-Wettbewerb für die Fördermaßnahme beworben, neun bekamen den Zuschlag. Sie sollen „Vorbildregionen“ sein.

Neben der Kiel Region werden Rügen-Stralsund, der Landkreis Schaumburg, Weimar und das Weimarer Land, der Landkreis Marburg-Biedenkopf, Neustadt an der Waldnaab, Reutlingen und die Region Ostallgäu/Fuchstal/Kaufbeuren gefördert. Hinzu kommt die Lausitz, die auch beim Strukturwandel im Zuge des Kohleausstiegs gefördert wird.

Das Projekt wird aus Mitteln des Nationalen Innovationsprogramms Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie finanziert.

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