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Wirtschaft Vater träumt von Künstlicher Intelligenz
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20:39 05.03.2019
Von Anne Holbach
IHK-Präsident Klaus-Hinrich Vater warnte davor, dass Schleswig-Holstein beim Wirtschaftswachstum weiter vom Süden abgehängt werde, wenn das Land jetzt nicht in zukunftsträchtige Felder wie Künstliche Intelligenz investiere. Quelle: Frank Peter
Kiel

Der ein oder andere könne das Wort Digitalisierung sicher nicht mehr hören, leitete Klaus-Hinrich Vater seine Rede im Kieler Ostseekai ein. Dennoch stehe der Jahresempfang der Industrie- und Handelskammer (IHK) mit dem Titel "Zwischen App und Flut" genau unter diesem Motto, weil sich niemand vor diesem Thema wegducken dürfe. Die digitale Transformation rufe schließlich einen beispiellosen Kulturwandel hervor.

Bock: Kultureller Wandel muss von oben vorgelebt werden

Nur wenn dieser kulturelle Wandel von einer Geschäftsleitung ganz oben auf die Prioritätenliste gesetzt werde, könne er auch gelingen, sagte Jürgen Bock. Er müsse von oben vorgelebt werden. Bock verantwortete über zehn Jahre lang in der Otto Group den Bereich Unternehmenskultur und ist heute als Berater tätig.

Um als Unternehmen zu überleben, sei eine „gesunde Paranoia“ nicht verkehrt, wenn es darum gehe, zu beobachten, was in der Branche eigentlich los sei. Bock empfiehlt Mittelständlern, sich zu öffnen und sowohl Start-ups als auch Kunden einzuladen, um so Impulse von außen zu bekommen.

Vater wünscht sich Kiel als KI-Forschungsstandort

Klaus-Hinrich Vater wünscht sich ein Exzellenz-Projekt zur Künstlichen Intelligenz (KI) in der Landeshauptstadt. "Wir müssen selbstbewusst die Stärken Schleswig-Holsteins ausspielen", so Vater. Die Universität habe einen leistungsfähige Informatikschwerpunkt, auch die hervorragende Medizinforschung am Uniklinikum sowie die Meeres- und Ozeanforschung bieten seiner Ansicht nach hierfür Potenziale. Sie müssten aber gebündelt werden.

Es gebe hierfür bereits Pläne, "aber da liegt noch Arbeit vor uns", sagte Vater und wandte sich in Richtung des Ministerpräsidenten: "Wir müssen so ein Projekt hier haben und mutig sein bei solchen Investitionen in die Zukunftsfähigkeit des Landes."

Günther: Kiel und Lübeck müssen an einem Strang ziehen

Daniel Günther (CDU) begrüßte die Initiative für einen starken Standort in der KI-Forschung, betonte aber, dass Kiel und Lübeck dabei an einem Strang ziehen müssten. Vor den rund 1200 Gästen unterstrich der Ministerpräsident noch einmal, dass das Land einen Spitzenplatz bei der digitalen Infrastruktur anstrebe. Die Jamaika-Koalition wolle die Unternehmen und Bürger im Land in die Lage versetzen, alle Chancen der Digitalisierung zu nutzen.

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