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Wirtschaft Strategie-Chefin muss gehen
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23:16 29.05.2018
Von Ulrich Metschies
"Trennung im beiderseitigen Einvernehmen": IHK-Strategie-Chefin Ilseken Roscher.
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Kiel

 „Frau Roscher hat einen tollen Job gemacht“, betonte IHK-Hauptgeschäftsführer Jörg Orlemann. Allerdings sei sie intern oftmals als „Überbringerin schlechter Nachrichten“ wahrgenommen worden. Dies habe auch zu „menschlichen Problemen“ geführt. Das Thema dürfte heute auch die IHK-Vollversammlung beschäftigen.

Vor zweieinhalb Jahren hatte Orlemann Roscher an die Förde geholt

Vor gut zweieinhalb Jahren hatte Orlemann (51) die Sprecherin der IHK Lüneburg an die Förde geholt, wo die Politologin sowie Medien- und Kommunikationswissenschaftlerin die neu geschaffene Strategie-Stelle übernahm. Auf Anfrage von KN-online bestätigte Orlemann die Trennung, betonte jedoch: „Weder Frau Roscher noch der Veränderungsprozess sind gescheitert.“ Roscher selbst sprach von einer Trennung „in gegenseitigem Einvernehmen aus persönlichen Gründen“.

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Heute tagt die Vollversammlung der Kammer

In den Räumen des Pharma-Herstellers Pohl Boskamp in Hohenlockstedt dürfte die Personalie am Mittwoch für reichlich Gesprächsstoff sorgen, denn dort tagt ab 15 Uhr die gut 60 Mitglieder starke Vollversammlung der Kammer. Für die IHK Kiel mit ihren knapp 140 Mitarbeitern, einem Etat von gut 16 Millionen Euro und einem Kammerbezirk, der einmal quer durch Schleswig-Holstein verläuft, ist der Veränderungsprozess namens „Spinnaker“ das zentrale Zukunftsthema. Zwar ist, anders als in Hamburg, von einer Rebellion der Mitglieder derzeit nichts zu spüren, doch auch diesseits der Elbe staut sich Unmut über die gesetzlich festgeschriebene IHK-Zwangsmitgliedschaft.