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Wirtschaft Kaufen in Kiel lohnt sich kaum noch
Nachrichten Wirtschaft Kaufen in Kiel lohnt sich kaum noch
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08:00 20.10.2018
Von Laura Treffenfeld
Mieten oder kaufen? In Kiel lohnt es sich derzeit kaum, in Wohneigentum zu investieren: Das bringt weniger Rendite als in den meisten deutschen Städten. Quelle: Frank Molter/dpa
Kiel

Danach liegt Kiel mit Großstädten wie Hamburg, Berlin und Stuttgart auf den letzten zwölf Plätzen von 40 analysierten Städten. Die Ursachen liegen einerseits in gestiegenen Kaufpreisen – der Quadratmeter ist an der Förde um 260 Euro teurer geworden. Andererseits sind die Einnahmen für Eigentümer durch die Mietpreisbremse nur leicht gestiegen – um 0,40 Euro pro Quadratmeter. Andere Städte in Norddeutschland stehen bei der Rendite deutlich besser da, so zum Beispiel Bremen mit 4,8 Prozent. Lediglich Lübeck liegt mit 3,7 Prozent auf einem ähnlich niedrigen Niveau wie Kiel.

Kiel erreicht fast Hamburger Niveau

Peter Groscurth, Sprecher bei Immowelt, erklärt: „Die Kaufpreiskosten von Immobilien lassen sich durch Mieteinnahmen schwerer einholen. Die Finanzierung eines Immobilienkaufs dauert somit länger und die Anlage in solch eine Investition kann an Attraktivität verlieren.“ Laut Immowelt macht der Kauf einer Immobilie bei Renditen in der Größenordnung Hamburgs mit 3,3 Prozent nur noch dann Sinn, wenn nicht ausschließlich Gewinn erzielt, sondern die Wohnung später selbst oder von den Kindern genutzt werden soll. Kiel kommt den Hamburger Zahlen da gefährlich nahe.

Kieler Fachleute relativieren die Ergebnisse

Alexander Blažek, Vorsitzender von Haus und Grund Schleswig-Holstein, malt die Lage nicht so schwarz: „Ja, die Preise in Kiel sind in den letzten Jahren signifikant gestiegen, aber eine Immobilie ist immer noch ein gute Kapitalanlage.“ Auch André Santen, Sprecher der Förde Sparkasse, relativiert die Ergebnisse der Analyse. „Das sind Durchschnittswerte. In Kiel variieren die Immobilienpreise aber sehr stark nach Stadtteil und Zustand.“

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