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Wirtschaft Die Schlüsselfrage: Kaufen oder mieten?
Nachrichten Wirtschaft Die Schlüsselfrage: Kaufen oder mieten?
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08:16 15.05.2018
Von Florian Hanauer
Ein Reetdachhaus auf der Halbinsel Eiderstedt: Im Kreis Nordfriesland liegen die Kaufpreise über zehn Prozent über den Mieten, wie die Studie zeigt. Quelle: pa / Charming Hideaways
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Kiel

Wer an der Förde eine Wohnung kauft, muss von seinem Einkommen im Schnitt 22,6 Prozent für die Finanzierung hinlegen. In Hamburg oder Berlin ist mehr als ein Drittel fällig. Spannend wird es, wenn man dies mit der Miete vergleicht: 18,6 Prozent des monatlichen Einkommens würde eine vergleichbare Mietwohnung kosten.

Damit ist Mieten in Kiel etwas günstiger als Kaufen. Das ist in Schleswig-Holstein durchaus unterschiedlich. In Neumünster etwa kostet die Finanzierung gerade einmal 12,9 Prozent des Einkommens, die Miete dagegen 15,1 Prozent – hier würde die Empfehlung klar zum Kauf gehen.

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Aus dem Rahmen fällt der Kreis Nordfriesland

Diese Daten zeigt eine neue Studie, die das Hamburgische Weltwirtschaftsinstitut HWWI im Auftrag der Postbank angefertigt hat, und die die Bedingungen in allen 401 Kreisen und Städten Deutschlands miteinander vergleicht. Aus dem Rahmen fällt – wie in anderen Studien auch – der Kreis Nordfriesland, in dem die Insel Sylt die Preise gehörig nach oben treibt: Hier müsste ein Käufer 46,3 Prozent für die Finanzierung ausgeben, ein Mieter dagegen nur 13,8 Prozent.

„In der überwiegenden Zahl der Kreise in Deutschland ist Kaufen besser als Mieten“, sagt Postbank-Sprecher Ralf Palm zu den Ergebnissen.

Mit Bedacht schauen, ob sich ein Kauf lohnt

Doch dass das Bild nicht immer eindeutig ist, zeigt André Santen, Sprecher der Förde Sparkasse. In Kiel könne man keine klare Empfehlung zugunsten Kaufen oder Mieten abgeben. „Ein Kauf lohnt sich trotz der niedrigen Zinsen nicht immer.“ Insofern sollte man mit Bedacht schauen, ob sich – zumindest mathematisch gesehen – ein Kauf wirklich lohnt.