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Wirtschaft In der Krise spielte die Kieler Volksbank ihre Stärken aus
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21:00 16.06.2009
Kiel

„Die ordentlichen Erträge und das Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit werden deutlich über dem Vorjahr liegen“, sagte der Vorstandsvorsitzende der Kieler Volksbank am Dienstagabend vor der Vertreterversammlung im Kieler Schloss: „Dazu tragen insbesondere das Zinsergebnis und die Provisionsüberschüsse bei.“ Kursgewinne bei Wertpapieren würden sich ebenfalls positiv auswirken.

Das sei auch gut so, so Ehlers, denn. „Die Risiken aus dem Kreditgeschäft werden deutich über denen des Vorjahres liegen.“ Mit anderen Worten: Die Wirtschaft im Raum Kiel hat das Tal der Tränen, in das sie in Folge der globalen Finanzmarktkrise geraten ist, noch keinesfalls überwunden.

Mit einem einzigen Satz machte Ehlers die Situation und die Rolle der Volksbank, die diese als eine auf langlebige und verlässliche Partnerschaft ausgerichtete Genossenschaftsbank in diesem Szenario spielt, deutlich: „Bei uns sind in Einzelfällen auch einmal positive Kreditentscheidungen möglich, die bei anderen Instituten keine Chance hätten.“ Traditionell, ergänzte er, habe die Förderung der regionalen mittelständischen Wirtschaft allerhöchsten Stellenwert.

Eine Kreditklemme gab es, selbst auf dem Höhepunkt der gesamtwirtschaftlichen Turbulenzen, nicht. Und es gibt sie auch jetzt nicht. „Die unserem Haus anvertrauten Gelder stellen wir auch wieder für Investitionen in unserer Region - und damit zu ihrer wirtschaftlichen Stärkung - wieder zur Verfügung“, sagte Ehlers . Und auf beiden Seiten der Bilanz war das Wachstum im vergangenen Jahr kein geringes. Mit einem Plus von 10,9 Prozent auf 668 Millionen Euro flüchteten die Anleger förmlich in den „sicheren Hafen“ der Genossenschaftsbank. Diese nahm den Mittelzufluss als Grunlage für eine Ausweitung der Ausleihungen um sieben Prozent auf 587 Millionen Euro.

Dass sich das Wachstum nicht im Ertrag niederschlug, führte Ehlers auf die Verwerfungen im Markt zurück. Sie hätten „überdurchschnittliche, aber temporäre“ Wertkorrekturen erforderlich gemacht. Das mit 2,132 Millionen Euro deutlich hinter den 5,212 Millionen Euro des Vorjahres zurückgebliebene Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit wertete er gleichwohl als Erfolg.

„Denn während andere Institute nach Staatshilfe rufen, hat die Kieler Volksbank noch einen Ertrag erwirtschaftet, mit dem nicht nur die Rücklagen weiter gestärkt, sondern auch eine Dividende von - unverändert - 6,5 Prozent ausgeschüttet werden kann“, kommentierte Ehlers den Geschäftsverlauf. Die schwere Vertrauenskrise anderer Kreditinstitute war und ist für die Kieler Volksbank gleichzeitig ein Vertrauensbeweis, so sein Fazit. Dies werde durch die zahlreichen neuen Geschäftsverbindungen sowie durch den hohen Zustrom an Kundeneinlagen belegt. Dadurch weitete die Bank ihre Bilanzsumme um 15 Prozent auf 920,6 Millionen Euro aus.

Verlierer des Geschäftsjahres 2008 war der Fiskus. Der Steueraufwand bracht von 2,558 Millionen auf 283000 Euro ein, ein Minus von 88,9 Prozent. Die Bank selbst, so Ehlers, sei für die Zukunft gut gerüstet.

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