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Wirtschaft An guten Ideen fehlt es nicht
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11:45 17.02.2017
Von Isabelle Breitbach
Zufriedenheit im Kitz: Das „Innovative Netzwerk Start-up Schleswig-Holstein“, vertreten durch Dirk Ludewig, Raimund Mildner und Anke Rasmus (hinten, v.l.), erhielt einen Förderbescheid über rund 6,9 Millionen Euro von Wirtschaftsminister Reinhard Meyer und Wissenschaftsministerin Kristin Alheit. Quelle: Thomas Eisenkrätzer
Kiel

„Von der originellen Idee zum erfolgreichen Unternehmen: Finanzierung von Unternehmenswachstum und innovativen Ideen“, so lautete das Motto des Treffens im Kieler Innovations- und Technologiezentrum (Kitz), das Wirtschaftsminister Reinhard Meyer und Wissenschaftsministerin Kristin Alheit eröffneten. Die Rückmeldungen aus den Workshops des ersten Forums im September vergangenen Jahres hatten drei wichtige Themenblöcke zum Vorschein gebracht: Wichtig war den Teilnehmern damals die Frage nach der Finanzierung von Innovationen, die effektivere Vernetzung und die Kommunikation zwischen Wissenschaft und Wirtschaft.

 Diese Botschaft scheint angekommen zu sein. Zum einen bekamen im Verlauf der Veranstaltung nicht nur bereits erfolgreiche Unternehmen wie die 2011 gegründete Gestigon GmbH mit Hauptsitz in Lübeck die Gelegenheit, sich und ihr Erfolgsmodell zu präsentieren. Auf einer Mini-Messe fanden sich zudem mögliche Finanzierungspartner sowie Gründungs- und Förderberater, wie etwa die Bürgschaftsbank Schleswig-Holstein, die Investitionsbank Schleswig-Holstein (IB.SH), die Mittelständische Beteiligungsgesellschaft Schleswig-Holstein (MBG SH) und die WTSH-Wirtschaftsförderung und Technologietransfer Schleswig-Holstein.

 Zum anderen erhielt das neu gegründete „Innovative Netzwerk Start-up Schleswig-Holstein“, vertreten durch Anke Rasmus (Kiel), Raimund Mildner (Lübeck) und Dirk Ludewig (Flensburg), vom Wirtschaftsminister einen Förderbescheid über 6,87 Millionen Euro. Dieses Netzwerk, so Meyer, umfasse nahezu alle Institutionen im Land, die mit Fragen der Existenzgründung und Start-ups befasst sind: „Es bündelt damit einen umfassenden Sachverstand vom akademischen Ansatz bis zum Praktiker.“ Das Geld für das auf fünf Jahre angelegte Projekt, das auch in der Landesentwicklungsstrategie 2030 verankert ist, stammt aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) und Landesmitteln. Meyer unterstrich, die Landesregierung verstehe das Netzwerk als „Start-up-Offensive“.

 Um den Zusammenhalt zwischen Wissenschaft und Wirtschaft zu stärken, arbeiten auch die beiden zuständigen Ministerien eng zusammen – darauf verwiesen sowohl Alheit als auch Meyer in ihren Grußworten. Ziel der Landesregierung sei es, die Wettbewerbsfähigkeit von Schleswig-Holstein zu steigern, so Alheit. Daher plädierte sie dafür, gute Ideen frühzeitig zu unterstützen. Meyer ergänzte, man müsse sich anstrengen um mitzuhalten. Aber: „Wir wollen, dass uns in Schleswig-Holstein keine gute Idee verloren geht.“

 Der Nachteil in Schleswig-Holstein besteht laut Meyer darin, dass es viele kleine und mittelständische Unternehmen gebe, die nicht die nötigen Mittel haben, um Innovationen zu fördern. Sein Bestreben sei es deshalb, eine lückenlose Förderung zu erreichen. Auch Coaching-Angebote hält Meyer für wichtig, oft fehle es bei der Existenzgründung nicht nur an finanziellen Mitteln, sondern auch an Mut, den man jungen Unternehmern machen müsse.

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