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Wirtschaft Beate Uhse ist erneut pleite
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17:05 12.07.2019
Von Anne Holbach
Das Erotikunternehmen Beate Uhse ist erneut insolvent. Quelle: Julian Stratenschulte/dpa
Flensburg

Zum vorläufigen Insolvenzverwalter wurde Sven-Holger Undritz von der Wirtschaftskanzlei White&Case bestellt.

"Wir sind dabei, uns einen Überblick zu verschaffen und arbeiten an einer Lösung für die Filialen", heißt es auf Anfrage von der Kanzlei. Zuerst gehe es darum, die Bezahlung der insgesamt rund 70 Mitarbeiter über das Insolvenzgeld zu organisieren. Sie sollen schon seit geraumer Zeit keine Lohn- und Gehaltszahlungen bekommen haben.

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Lesen Sie auch unsere Multimedia-Reportage: Das Geschäft mit der Lust

Beate Uhse: Zweite Pleite nach 2017

Im Jahr 2017 hatte der Erotikhändler schon einmal Insolvenz angemeldet und ist schließlich an den Finanzinvestor Robus Capital Management verkauft worden. Beate Uhse wurde unter dem Namen "be you" als GmbH weitergeführt. Bereits im Februar diesen Jahres hatte Uhse-Geschäftsführer Michael Specht sich aus dem Unternehmen zurückgezogen. Damals wurden persönliche Gründe angeführt.

In einer Pro-Forma-Bilanz für 2017 wies der Insolvenzplan des Flensburger Unternehmens einen Umsatz von rund 75 Millionen Euro für den Konzern aus sowie einen Verlust von knapp elf Millionen Euro.

Vorbote war Insolvenz in der Niederlanden

Ein Indiz dafür, dass die Geschäfte nicht wie geplant liefen, war vor einigen Tagen bereits die Pleite des niederländischen Teils der Uhse-Gruppe. Über Pabo 4.0 lief vor allem das Online-Geschäft des Erotikunternehmens. Sämtliche Online-Aktivitäten der insolventen Gruppe wurden vom Wettbewerber EDC Retail übernommen.

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