Menü
Kieler Nachrichten | Ihre Zeitung aus Kiel
Anmelden
Wirtschaft Mehr Geld für sozialen Wohnungsbau
Nachrichten Wirtschaft Mehr Geld für sozialen Wohnungsbau
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
17:30 27.03.2018
Von Jan von Schmidt-Phiseldeck
Für den sozialen Wohnungsbau in Schleswig-Holstein wurden 2017 119 Millionen Euro von der Investitionsbank Schleswig-Holstein abgerufen. Quelle: Rolf Vennenbernd
Anzeige
Kiel

Das Förderinstitut des Landes hat 2017 Mittel von insgesamt 2,33 Milliarden Euro (Vorjahr: 2,36 Mrd.) vergeben, davon 119 Millionen Euro für den sozialen Wohnungsbau. „Die Schaffung bezahlbaren Wohnraums ist die große Herausforderung, die von einer breiten Investorenbasis getragen wird“, sagte IB.SH-Vorstandsvorsitzender Erk Westermann-Lammers. Die geförderten Wohnungen würden für einen Quadratmeterpreis zwischen 5,25 bis 6,10 Euro vermietet. Landesweit liegt laut IB.SH der Durchschnittsmietpreis in nicht geförderten Wohnungen bei neun Euro.

Genossenschaften forderten die meisten Mittel an

36 Prozent der Fördermittel gingen demnach an Genossenschaften, 22 Prozent an freie Wohnungsunternehmen, 21 Prozent an private Investoren. Und obwohl bereits im Januar und Februar 350 weitere Wohneinheiten unterstützt wurden, könne dies nicht als Trend hochgerechnet werden, betonte der IB.SH-Chef: „Die Bauwirtschaft boomt, aber es gibt große Kapazitätsengpässe.“ Niedrige Zinsen und Laufzeiten bis zu 20 Jahren seien auch der Grund, warum die Nachfrage nach Förderdarlehen für Ein- und Zweifamilienhäusern in Höhe von 387 Millionen Euro (Vorjahr: 393 Mio.) nahezu stabil geblieben sei, sagte der Bank-Vorstand.

Anzeige

Bilanzsumme weiterhin stabil

Mit 19 Milliarden Euro blieb die Bilanzsumme der Förderbank stabil, das Ergebnis lag mit 62 Millionen Euro fünf Millionen Euro unter dem Vorjahreswert. Die Eigenkapitalquote stieg um 0,9 auf 19,3 Prozent, drei Millionen Euro des Ergebnisses wurden an das Land abgeführt.