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Nachrichten Wirtschaft Studenten tüfteln an App für Magic Karten
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11:33 30.01.2017
Von Fatima Krumm
Sie sind die Köpfe hinter „Snapcardster“: Mit ihrer App wollen Nicolas Jessen (links), Peer Richelsen (rechts) und Malte Delfs (rechts im Hintergrund) die Spieler von „Magic“-Karten unterstützen. Quelle: Sonja Paar
Kiel

Das analoge Kartenspiel „Magic“ ist bereits seit 1993 auf dem Markt und hat eine große Anhängerschaft – sowohl in Deutschland als auch im Ausland. „Deshalb soll unsere App auch international an den Start gehen“, sagt Peer Richelsen, Entwickler der App. Er selbst spielt Magic-Karten seit fünf Jahren und hat in dieser Zeit eine große Sammlung angehäuft. „Ich habe 5000 bis 6000 Karten, da verliert man leicht den Überblick“, erklärt der 22-jährige Jungunternehmer. Welchen Wert die Karten mit Fantasiewesen, Zaubersprüchen und Waffen haben, mit wem man sie tauschen kann und wer seltene Karten hat – das alles sind Fragen, die die „Magic“-Kartenspieler interessieren.

Snapcaster soll den Überblick erleichtern

 Mit der App „Snapcardster“ soll das alles einfacher werden. Die App soll schnell einen Überblick über die Karten verschaffen. „Wir arbeiten an einem Scanner, der alle Daten der Karten auf einen Blick erkennt“, erklärt Informatikstudent Malte Delfs, der zusammen mit Nicolas Jessen und Peer Richelsen seit vergangenem Herbst das Programm entwickelt. In wenigen Sekunden soll für die Benutzer so sichtbar sein, was die jeweilige Karte auf dem Markt kostet. „Ich habe früher alle Informationen in Exceltabellen eingetragen, aber das war ziemlich umständlich“, erklärt Richelsen.

 Um den Scanner zu optimieren, brauchen die Jungunternehmer allerdings noch viele Benutzerdaten. „Wir haben momentan drei Studenten, die ihre Bachelorarbeit bei uns schreiben. Einer generiert künstliche Benutzerdaten, die den Algorithmus trainieren“, sagt Nicolas Jessen. Der 23-Jährige ist neben dem Studium selbstständiger Softwareentwickler. „Magic“-Karten kennt er erst durch seinen Kollegen Richelsen. Von der App-Idee war er sofort begeistert. „Das Thema ist mir bei meiner Arbeit nicht egal. Da steckt viel Überzeugung drin.“

Investoren gesucht

 Geld verdienen die Studenten mit ihrer Arbeit zwar noch nicht. Sie hoffen aber, dass es bald soweit sein wird. Bisher verbringen sie viel Zeit in den Räumen der Uni-Starterkitchen. „Am Wochenende sind wir schon mal ganze Nächte hier“, erzählt Malte Delfs. „Viel Freizeit haben wir nicht.“ Zusammen mit Peer Richelsen hat er eine Unternehmensgesellschaft gegründet. Für Richelsen ist die Arbeit eine Herzensangelegenheit. „Ich habe Jobangebote abgelehnt, um hieran zu arbeiten.“ Sein Studium der Wirtschaftsinformatik hat er dazu erst einmal auf Eis gelegt.

 Um die App weiter voranzubringen, starten die Studenten heute eine Kickstarterkampagne. Kickstarter ist eine Plattform im Internet, über die Menschen mit kreativen Ideen Geld zur Umsetzung sammeln können. 6000 Euro hoffen die jungen Männer dabei einzunehmen. „Wichtiger sind aber vor allem Leute, die ihre Karten fotografieren und hochladen, um den Algorithmus zu füttern“, betont Peer Richelsen.

 Ihre Ideen wollen sie mit den Benutzern teilen, das gehört zur Strategie. „Wir bauen uns während des Entwicklungsprozesses eine Community auf, damit wir sehen, wie die Funktionen ankommen“, erklärt Malte Delfs. So können sie deren Feedback gleich mitumsetzen. Nur freischalten werden sie den Scanner mit allen Funktionen erst, wenn er perfekt läuft. Schließlich wollen sie keine schlechten Bewertungen bekommen.

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