Menü
Kieler Nachrichten | Ihre Zeitung aus Kiel
Anmelden
Wirtschaft Ist auch Mayonnaise mit Fipronil belastet?
Nachrichten Wirtschaft Ist auch Mayonnaise mit Fipronil belastet?
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
21:04 04.08.2017
im Veterinäruntersuchungsamt in Münster werden die Eier untersucht. Quelle: dpa
Anzeige
Münster

Im Skandal um giftbelastete Eier geht das Untersuchungsamt in Münster davon aus, dass auch andere mit Eiern erzeugte Lebensmittel betroffen sein können. „Es ist naheliegend, dass es bei Eiern nicht bleiben wird“, sagte Prof. Peter Fürst, Vorstandsvorsitzender des Chemischen und Veterinäruntersuchungsamts Münsterland-Emscher-Lippe, am Freitag. Rückstände von Fipronil seien möglicherweise auch in Produkten wie Mayonnaise oder Eierlikör zu finden, für die Eier weiterverarbeitet wurden.

Das Amt in Münster testet derzeit Eier aus NRW auf Fipronil. „Von dem, was wir bislang wissen, gibt es aber für Verbraucher keinen Grund zur Panik“, betonte Fürst. Diese Aussage sei aber ausdrücklich noch nicht auf die derzeit getesteten Eier, sondern auf die bislang bekannten Daten von getesteten Eiern aus Niedersachsen und den Niederlanden zu beziehen.

Anzeige

Erster Händler ruft Produkte mit verarbeiteten Fipronil-Eiern zurück

Am Abend wurden dann erstmals verarbeitete Produkte zurückgerufen: Das Unternehmen Neue Mayo Feinkost aus Lübeck rief sechs Salatprodukte zurück, für die Fipronil-Eier verarbeitet worden sein sollen.

Betroffen von dem Salate-Rückruf sind Berlin, Hamburg, Niedersachsen, Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein, wie es auf der Seite lebensmittelwarnung.de heißt. Das betroffene Unternehmen habe vorbildlich und verantwortungsbewusst gehandelt und sich selbst gemeldet, betonte Wolf Gehrmann vom Verbraucherschutzministerium in Kiel.

Von dpa/RND

04.08.2017
04.08.2017