Menü
Kieler Nachrichten | Ihre Zeitung aus Kiel
Anmelden
Wirtschaft Jetzt prüft die Finanzaufsicht: Haben Banken Sparer um Zinsen betrogen?
Nachrichten Wirtschaft Jetzt prüft die Finanzaufsicht: Haben Banken Sparer um Zinsen betrogen?
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
12:21 01.11.2019
Auch Sparkassen sind ins Visier der Finanzaufsicht geraten. Quelle: Peter Kneffel/dpa

Die Finanzaufsicht Bafin überprüft einem Medienbericht zufolge mehrere Banken und Sparkassen, die Zinsen falsch berechnet haben sollen. Nach Angaben des „Handelsblatts“ ist eine große Zahl von Verbrauchern betroffen – Details nannte die Bafin aber nicht.

Wie das „Handelsblatt“ schildert, sind bei Banken und Sparkassen möglicherweise vielfach Zinsen zuungunsten von Kunden falsch berechnet worden. Verbraucherschützer kritisieren das schon länger. Nun schaltet sich die Bafin ein. Ersten Berichten zufolge soll die Finanzaufsicht den Verdacht der Verbraucherschützer bestätigen können.

Bafin wertet Daten noch aus

„Mit Blick auf fehlerhafte Zinsberechnungen bei Prämiensparverträgen aufgrund unwirksamer Zinsanpassungsklauseln sind nach den bislang vorliegenden Erkenntnissen der Bafin eine größere Anzahl von Instituten und eine Vielzahl von Verbraucherinnen und Verbrauchern betroffen“, heißt es demnach in einer Antwort des Bundesfinanzministeriums auf eine kleine Anfrage der Grünen-Bundestagsfraktion, über die zuerst der Bonner „General-Anzeiger“ berichtet hatte.

Mehr zum Thema

Mehr als 40 Sparkassen schmeißen Kunden aus Verträgen

Die Bafin hat nun offenbar Stellungnahmen betroffener Institute angefordert. Die Auswertung sei aber noch nicht abgeschlossen. Zu Details wollte sich die Bafin nicht äußern.

Die Affäre fällt in eine Zeit, in der deutsche Sparer ohnehin unter niedrigen Zinsen leiden. Sparkassen und Banken hatten die dafür mitverantwortliche Europäische Zentralbank (EZB) zuletzt scharf kritisiert und zu einer Erhöhung des Leitzinses aufgefordert.

Von Christoph Höland/RND

Boeing schlittert immer weiter in die Krise: Der Fluggesellschaft droht nach den mit Startverboten belegten Bestseller 737 Max das nächste Debakel. Jetzt scheint auch das weit verbreitete Vorgängermodell 737 NG zum ernsthaften Problemfall zu werden.

01.11.2019

Im Atelier von Modemacherin Angela Ziemer in Kiel wird das Schneiderhandwerk traditionell vermittelt. Doch mit dieser Tradition ist bald Schluss. "Der Beruf wird aussterben", kündigt die Landesinnungsmeisterin des modeschaffenden Handwerks an. Grund sei der geplante Mindestlohn für Auszubildende.

Karen Schwenke 01.11.2019

Der vom Bundestag beschlossene Mindestlohn für Auszubildende ist im schleswig-holsteinischen Handwerk auf scharfe Kritik gestoßen. Die betriebliche Ausbildung werde quasi unmöglich gemacht. Nach dem Parlamentsbeschluss sollen Auszubildende ab 2020 mindestens 515 Euro im ersten Lehrjahr verdienen.

Karen Schwenke 01.11.2019