Menü
Kieler Nachrichten | Ihre Zeitung aus Kiel
Anmelden
Wirtschaft Keine Jobs für Ostsee-Schiffe
Nachrichten Wirtschaft Keine Jobs für Ostsee-Schiffe
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
18:51 02.01.2009
Kiel

Die Wirtschaftskrise hat auch die Ostseefähren voll erwischt - und damit auch die Häfen Kiel, Lübeck und Rostock. Der Umschlag ist auf fast allen Fährlinien im Kieler Hafen spürbar zurückgegangen. Besonders die Linien nach Osteuropa leiden unter der Finanzkrise, da viele Unternehmen im Baltikum deutlich weniger Ladung ordern und auch weniger Waren produzieren.

Zu spüren haben diese Entwicklung besonders die Häfen Rostock und Lübeck bekommen. Bereits im November kam die Fähre "Mermaid II" von der Route Lübeck-Riga nach Kiel und liegt seitdem am Ostseekai. Mitte Dezember wurde die Fähre "Baltic Eager" von der Lübeck-St. Petersburg-Route abgezogen, ins Mittelmeer verlegt und in Piräus aufgelegt. Jetzt hat es auch Kiel erwischt. Der Fährdienst nach St. Petersburg wurde eingeschränkt. Von dem bislang eingesetzten Duo "Aegean Sky" und "Tor Baltica" blieb nur eine Fähre übrig. Die "Aegean Sky" nahm Kurs auf einen neuen Fährdienst im östlichen Mittelmeer nach Israel.

Kiels Hafenchef Dirk Claus räumte noch vor den Weihnachtstagen ein, dass es einen Einbruch gibt. Bis einschließlich Oktober sei das Geschäft noch gut gelaufen, "aber in den letzten zwei Monaten merken wir die derzeitige Finanzkrise", sagte er. Und dabei gehören der November und Dezember traditionell zu den stärksten Monaten in der Hafenbilanz in Kiel.

Noch ist die Auswertung der Umschlagszahlen für 2008 beim Seehafen nicht abgeschlossen, doch eines steht bereits fest: Das Wachstum von gut fünf Prozent aus dem Vorjahr wird allenfalls bei den Passagierzahlen der Fähr- und Kreuzfahrtschiffe erreicht. Beim Güterumschlag ist man beim Seehafen bereits zufrieden, wenn die 5,3 Millionen Tonnen von 2007 auch 2008 annähernd wieder erreicht werden.

Von den drei großen Frachtfähren, die im Ostuferhafen liegen, wird nur die "Tor Baltica" am 10. Januar Ladung für St. Petersburg übernehmen. Die am Außensteg liegende "Finnmaster" ist seit Oktober durch einen Maschinenschaden fahruntüchtig. Am Neujahrstag kam dann aus Lübeck die Frachtfähre "Longstone" noch dazu, die am Liegeplatz 3 festgemacht hat. Das 2003 in Flensburg gebaute Schiff wurde im Lübeck-Finnland-Dienst ausgesondert und soll bis zum Antritt einer neuen Beschäftigung im Dänemark-Finnland-Dienst in Kiel repariert werden. Am Bug waren bei einer Kollision am 15. November in Lübeck einige Beulen am Vorschiff entstanden.

Auf seine Jungfernreise wartet bei HDW auch ein brandneuer Containerfrachter. Die "Main Trader" soll nach den Feiertagen in China Kurs auf Asien nehmen.

Wirtschaft Deutsche Werften bauten in diesem Jahr 72 Schiffe - Die Beschäftigung sank Schleswig-Holsteins Werften sind spitze

2008 war für Schleswig-Holsteins Werften ein Rekordjahr. Erstmals seit zehn Jahren haben die Schiffbauer im Land zwischen den Meeren innerhalb eines Jahres wieder 18 Schiffe fertiggestellt. Damit kam jeder vierte in Deutschland gebaute Neubau aus Schleswig-Holstein.

30.12.2008
Wirtschaft Bauernpräsident Gerd Sonnleitner: Landhandel fehlen Kredite - Für 2009 zeichnet sich ein Mangel ab Bauern bleiben auf Getreide sitzen

Viele Bauern in Deutschland sind in diesem Herbst wegen der Finanzkrise auf großen Teilen ihrer Getreideernte sitzen geblieben. Die Landhandelshäuser hätten den Landwirten nicht wie sonst die Ernte im großen Stil aufgekauft, weil Kredite dafür fehlten, sagte Bauernpräsident Gerd Sonnleitner am Wochenende-

28.12.2008

Die Feiertagspause nutzen Fährreedereien für Überholungen und Werftzeiten. Den Anfang machte gestern die größte deutsche Ostseefähren: Die "Mecklenburg-Vorpommern" der Reederei Scandlines aus Rostock.

26.12.2008