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Wirtschaft Vorstoß des IfW zum Klimaschutz
Nachrichten Wirtschaft Vorstoß des IfW zum Klimaschutz
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08:00 11.09.2019
Von Ulrich Metschies
Diskutierten beim Global Economic Symposium über Digitalisierung, Welthandel und Klimaschutz: Gabriel Felbermayr (Institut für Weltwirtschaft), Klaus-Hinrich Vater (IHK Kiel), Jakob Blasel (Fridays for Future) und Hans-Julius Ahlmann (Aco-Gruppe). Quelle: Frank Peter
Kiel

„Ein grenzüberschreitendes Regelwerk von Abgaben- und Erstattungen im Außenhandel kann einen erheblichen Beitrag zur Reduzierung von Treibhausgasen leisen“, sagte IfW-Präsident Gabriel Felbermayr gestern am Rande des Global Economic Symposiums (GES) im Rahmen der Digitalen Woche Kiel.

Auch nationale Alleingänge wären möglich

Das System würde Güter umso teurer machen, je ungünstiger deren CO2-Bilanz ausfällt. Durch einen „smarten“ Grenzausgleich, so Felbermayr, wären auch nationale Alleingänge möglich, ohne dass die hiesige Wirtschaft im internationalen Wettbewerb benachteiligt oder einfach Produktion ins Ausland verlagert würde. Wann das Institut das Modell im Detail vorstellen wird, ist bislang noch offen.

Technologie ist Treiber für Welthandel

Hochkarätige Experten aus dem In- und Ausland diskutierten beim GES die Konsequenzen der Digitalisierung auf Welthandel, Mittelstand und internationale Arbeitsteilung. Nach Einschätzung von Felbermayr führt das hohe Innovationstempo auch dazu, dass die eskalierenden Zollkonflikte den Welthandel deutlich weniger belasten werden, als gemeinhin befürchtet: „Wichtigster Treiber sind hier neue Technologien und sinkende Kommunikationskosten.

Vater: "Freien Handel nicht verteufeln" 

Klaus-Hinrich Vater, Präsident der IHK Kiel, warnte eindringlich davor, Freihandel als „Teufelswerk“ zu diskreditieren: „Statt dagegen zu protestieren, sollte man gegen die auf die Straße gehen, die freien Handel zerstören wollen.“ Vater warf der EU vor, nach wie vor keine Antwort auf die „Plattform-Riesen“ aus den USA oder Asien zu haben. Überhaupt mangele es Europa weiter an einer schlüssigen Digitalstrategie: „Wenn wir in diesem Schneckentempo weitermachen, geraten wir in gefährliche Abhängigkeiten.“

Auch Fridays for Future beim GES in Kiel dabei

Über die Frage „Wer gestaltet die Welt von morgen“ diskutierte auch Jakob Blasel, Kieler Repräsentant von Fridays for Future Deutschland. Er begrüßte den Vorstoß des IfW zum Klimaschutz, warnt jedoch davor, weiter Zeit zu verlieren: „Wir hätten vor 30 Jahren schon handeln müssen.

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