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11:52 21.03.2018
Foto: Das Kieler Institut für Weltwirtschaft warnt vor eine Überhitzung des Marktes.
Das Kieler Institut für Weltwirtschaft warnt vor eine Überhitzung des Marktes. Quelle: Frank Peter
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Kiel

Für das laufende Jahr ließen die Kieler Wirtschaftsforscher ihre Vorhersage von 2,5 Prozent Wachstum unverändert. «Die Frage ist derzeit weniger, wo sieht man Anzeichen einer Überhitzung in der Wirtschaft, sondern eher, wo sieht man noch keine», sagte der Leiter des Prognosezentrums des Instituts, Prof. Stefan Kooths.

Sowohl die Binnen- wie auch die Außenwirtschaft blieben treibende Kräfte des Wachstums, heißt es in der Prognose. Angesichts der sich weiter verbessernden Lage am Arbeitsmarkt und der geplanten Abgabensenkungen und zusätzlichen Leistungen werde der private Konsum im kommenden Jahr um beachtliche 2,2 Prozent wachsen, dem höchsten Wert seit 1999. Dazu tragen bei die geplante Absenkung des Beitrags zur Arbeitslosenversicherung, die Mütterrente II, das Baukindergeld sowie diverse Investitions- und Förderprogramme.

Weitere Zuwächse der Wirtschaftsleistung würden immer mehr durch Kapazitätsengpässe begrenzt. Die Kapazitäten der Industrieunternehmen seien mehr als ausgelastet; sie nehmen mehr Aufträge an, als sie bewältigen können. Im Dienstleistungsbereich sei die Knappheit an Arbeitskräften der bedeutendste Hemmschuh. Auch andere Branchen litten an einem Mangel an geeignetem Personal. Das führe zu höheren Beschäftigtenzahlen und die Löhne und Gehälter steigen wie lange nicht mehr. Das IfW rechnet mit einem Zuwachs von 5,0 Prozent in diesem und 4,7 Prozent im nächsten Jahr. Ähnliche Steigerungen habe es zuletzt im Jahr 1992 gegeben.

Von dpa

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