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Wirtschaft Vossloh sendet Signal an Toshiba
Nachrichten Wirtschaft Vossloh sendet Signal an Toshiba
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09:00 23.03.2018
Von Ulrich Metschies
Lok-Rahmenmontage im neuen Vossloh-Werk Kiel-Suchsdorf. Quelle: Uwe Paesler
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Kiel.

Toshoba entwickelt im Auftrag der Bahn-Tochter DB Cargo eine neue Speicher-Hybrid-Lokomotive. Die Bestellung von 100 dieser Loks ist fest vereinbart. Nachdem Toshiba in Kiel einen Prototypen entwickelt hat, geht es nun um die Frage, wo die Serienfertigung erfolgt.

Vossloh-Chef: "Wir sind für Gespräche offen"

Zwar gebe es keine konkreten Gespräche über eine Produktion in Suchsdorf, doch sei Vossloh „selbstverständlich an einer Verbesserung der Auslastung“ seines Werkes interessiert, sagte Vossloh-Chef Andreas Busemann in Frankfurt: „Wir sind für Gespräche offen.“

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Kurzfristig angewiesen auf Aufträge ist der Standort Kiel nicht. Das Werk sei bis Mitte 2020 ausgelastet. Um die Zukunftsfähigkeit als einer der führenden Lok-Produzenten zu sichern, will das Unternehmen sich aber auch technologisch weiterentwickeln und Kooperationen ausloten.

Zweite Option für Toshiba wäre Friedrichsort

Eine weitere Option für die Japaner wäre die Nutzung des alten Vossloh-Standortes in Kiel-Friedrichsort. Die Stadt will den nördlichen Teil des früheren MaK-Areals kaufen und zu einem Gewerbegebiet entwickeln. Die Gespräche über die Konditionen für die Nutzung der ehemaligen Vossloh-Hallen durch Toshiba gestalten sich offenbar jedoch schwierig.

Viel Zeit bleibt nicht, denn noch im Frühling muss Toshiba nach Informationen der Kieler Nachrichten seinem Auftraggeber kundtun, wo denn die 100 Loks gebaut werden sollen. Und Kiel hat einen Konkurrenten: Hoffnungen auf das Projekt macht sich auch Rostock. Dort würde DB Cargo das Ausbesserungswerk im Stadtteil Krummendorf gerne zur Verfügung stellen.