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Wirtschaft Hightech aus Kiel für die Ozeane
Nachrichten Wirtschaft Hightech aus Kiel für die Ozeane
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12:00 26.05.2019
Von Ulrich Metschies
Beim Stop der Rennjacht „AkzoNobel“ in Auckland wurde 2018 ein Messgerät von Sub Ctech eingebaut. Quelle: Volvo Ocean Race
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Kiel.

Der Anfang war bescheiden und ambitioniert zugleich: Mit drei Mitarbeitern ging das Kieler Unternehmen Sub Ctech 2010 an den Start – gegründet als Management-Buyout durch den Physiker Stefan Marx (55). Nach neun Jahren hat sich die Belegschaft verzehnfacht und der Umsatz fast verdreißigfacht.

Heute liefert die Sub Ctech GmbH technisch anspruchsvolle Lithium-Ionen-Batterien für Offshore-Förderanlagen, die Öl oder Gas aus dem Meeresboden pumpen. Die Batterien ersetzen hydraulische Anlagen und machen den Betrieb der Anlagen damit sicherer und die Förderung für die Umwelt verträglicher.

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Forschungsschiffe werden mit Technik ausgerüstet

Doch das ist nicht alles, was die Kieler auf dem Kasten haben: Mit dem von Anfang an betriebenen zweiten Geschäftsbereich, der Meerestechnik, werden heute Forschungsschiffe auf der ganzen Welt unter anderem mit Messgeräten für CO2 und Mikroplastik ausgerüstet, um den Gesundheitszustand der Ozeane zu erfassen.

Zuletzt wurden mit dieser Technologie die Rennsegeljachten des Volvo Ocean Race ausgerüstet sowie die neuen Forschungseisbrecher in Australien und China.

Fragt man den Plöner Stefan Marx nach dem Rezept für den Erfolg, dann kommt der Geschäftsführer schnell auf das Thema Kapitalausstattung. „Mit der gemeinsamer Unterstützung unserer Hausbank, der Bürgschaftsbank sowie der Mittelständischen Beteiligungsgesellschaft des Lands konnten wir einen gelungenen Start hinlegen, da die Finanzierung von Anfang an gesichert war.“ Nur mit dieser Grundlage, sowie einer hohen Eigenkapitalquote war es dem kleinen Unternehmen möglich, auch Konzerne im Bereich der Offshore-Branche als langfristige Kunden zu gewinnen.

Bürgschaftsbank unterstütze Unternehmen

Sub Ctech ist ein Beispiel, das Schleswig-Holsteins Bürgschaftsbank gerne als Erfolg ihrer Arbeit präsentiert. Obwohl die Eigenkapitalsituation des Mittelstandes so gut ist wie lange nicht, hat das Förderinstitut 2018 mit einem Neugeschäft von 94,9 Millionen Euro ein Allzeithoch erreicht. Das Plus zum Vorjahr betrug elf Prozent. „Wir hatten ein tolles Jahr“, sagt Geschäftsführer Hans-Peter Petersen.

Die Zahl der durch Bürgschaften abgesicherten und neu geschaffenen Arbeitsplätze stieg nach seinen Angaben um sechs Prozent auf 10.070. Die Kreditsumme wuchs um 13 Prozent auf 142,1 Millionen Euro, die Summe der ausgelösten Investitionen um drei Prozent auf 287 Millionen. Insgesamt half die Bürgschaftsbank im vergangenen Jahr 247 Betrieben – einem weniger als 2017. Spitzenreiter unter den Branchen war mit 124 unterstützten Betrieben und einer Fördersumme von 23,4 Millionen Euro erneut das Handwerk.