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Wirtschaft Neues U-Boot für Singapur von TKMS
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07:05 16.02.2019
Von Frank Behling
Das neue U-Boot für Singapur  wurde bei TKMS in Gaarden für die Taufe am Montag geschmückt. Quelle: Frank Behling
Kiel

Die Flagge Singapurs hängt am Turm und der Rumpf ist bunt geschmückt. Der erste U-Boot-Neubau für die Marine des Inselstaates aus Südostasien ist bereit für die Taufe. Am Montag ist der große Moment, wenn die Frau des Verteidigungsministers der Republik Singapur, Ng Eng Hen, dem Neubau auf der Werft Thyssen Krupp Marine Systems (TKMS) in Kiel den Namen geben soll. 

Größer als alle zuvor gebauten U-Boote

Es ist ein ganz besonderes Boot. Der Neubau ist das größte bislang in Deutschland gebaute U-Boot. Mit einer Länge von knapp über 70 Metern und einer Verdrängung von 2400 Tonnen ist das Boot noch größer als die zuvor für Israel, Deutschland und Portugal gebauten Unterwasserboote, die zwischen 56 und 68 Meter lang sind.

Die Marine Singapurs hat bei der Kieler Werft TKMS vier U-Boote des neuen Typs HDW 218SG bestellt. Der Auftrag beinhaltet nicht nur den Bau und die Ausrüstung der Boote in Kiel, sondern auch die Ausbildung der Besatzungen und den Aufbau einer Ausbildungs- und Wartungseinrichtung in Singapur.

Reaktion auf die Aufrüstung in China

Wofür aber benötigt Singapur U-Boote? „Das ist eine Folge der Aufrüstung Chinas, das ein direkter Nachbar Singapurs in der Region ist“, sagt Sebastian Bruns, Leiter der Abteilung Maritime Strategie und Sicherheit beim Institut für Sicherheitspolitik der Uni Kiel. China erweitert seine Marine derzeit von Jahr zu Jahr und erhebt Ansprüche auf Inseln im südchinesischen Meer. 

Für die Neuanschaffung investiert Singapur bei TKMS rund 1,7 Milliarden Euro für die ersten beiden Boote. „U-Boote sind die Waffe des kleinen Mannes. Sie sind verhältnismäßig preiswert und haben eine hohe Wirkung bei der Abschreckung“, so Bruns.

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